Dieses Pokal-Spiel war erstklassig. Hertha BSC hielt mit einer überragenden Leistung gegen den Tabellensiebten der Bundesliga mit. Erst im Elferkrimi unglücklich vom SC Freiburg mit 5:6 geschlagen. Davor war über 120 Minuten kein Klassenunterschied zu sehen. Der Pokaltraum findet im Viertelfinale sein bitteres Ende.
Mega-Laufbereitschaft, Riesenkampf, Disziplin hinten, Kreativität vorne. Die blau-weißen Profis wuchsen über sich hinaus und ließen die Breisgauer lange verzweifeln. Es war trotz Niederlage eine magische Pokalnacht im Olympiastadion. Die Jungs von Trainer Stefan Leitl können stolz darauf sein.
Doch nach dem kurzen Moment der Enttäuschung stellen sich viele Fans die Frage: Warum so nicht auch immer in der Zweiten Liga? Mit dieser Aufopferung auf dem Rasen hätte Hertha jetzt schon mehr Punkte. Ob das mental und physisch auf Dauer so möglich ist, bleibt eine andere Frage.
Doch die Realität sieht so aus, dass Hertha im Aufstiegskampf als Tabellensechster jetzt nur noch Endspiele hat. Und das Ganze noch 13-mal. Diese Alles-oder-Nichts-Mentalität müssen die Spieler jetzt in jeder Party zeigen. Egal, ob die Muskeln brennen. Sonnabend muss ein Heimsieg gegen Hannover 96 her, um eine Aufholjagd zu starten.


