Starke Pokalnacht

Bitter! Hertha fliegt im Elferkrimi aus dem Pokal

Hertha BSC zeigt im Pokal-Viertelfinale eine Mega-Leistung gegen Bundesligist SC Freiburg. Erst im Elfmeterschießen ist der blau-weiße Traum vorbei.

Author - Wolfgang Heise
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So endete der Herthas Pokalkrimi: Pascal Klemens ist nach seinem verschossenen Elfer am Boden zerstört. Kapitän Reese will ihn trösten.
So endete der Herthas Pokalkrimi: Pascal Klemens ist nach seinem verschossenen Elfer am Boden zerstört. Kapitän Reese will ihn trösten.City-Press GmbH Bildagentur

Der Pokaltraum ist vorbei, aber ganz bitter. Hertha BSC verliert das Viertelfinale vor 56.743 Fans im Olympiastadion gegen Bundesligist SC Freiburg erst nach Elfmeterschießen mit 5:6 (0:0, 0:0, 0:1, 1:1). Starker Kampf, Mega-Pokalabend, doch am Ende entschied ein Elferkrimi.

VAR kassiert Blitztor von Reese ein

Herthas Fans heizten schon vor dem Anpfiff mit der Frank-Zander-Stadionhymne ein. Das Pokalfieber in der Betonschüssel lebte, die blau-weißen Profis nahmen den Support von den Rängen sofort mit auf den Rasen.

Trainer Stefan Leitl hatte zwar eine defensive Variante mit einer Fünfer-Abwehrkette gewählt, doch Hertha stürmte erstmal los. In der 4. Minute hatte Marten Winkler mit einem Kopfball die erste Chance, doch der Ball zischte am linken Pfosten vorbei.

Fabian Reese von Hertha BSC diskutiert mit Schiedsrichter Patrick Ittrich, weil sein Tor aberkannt wurde.
Fabian Reese von Hertha BSC diskutiert mit Schiedsrichter Patrick Ittrich, weil sein Tor aberkannt wurde.City-Press GmbH Bildagentur

in der 7. Minute der erste Aufreger: Kapitän Fabian Reese hatte nach einer kurz ausgeführten Ecke abgestaubt, alles sah nach dem 1:0 aus. Der Ball lag auch schon wieder am Anstoßpunkt. Doch VAR Robert Schröder schaltete sich ein. Julian Eitschberger stand vorher im Abseits, hatte in der Szene aber gar nicht ins Spiel eingegriffen. Wieder mal Fassungslosigkeit!

Doch das Leitl-Team ließ sich nicht davon stören. Es wurde gegen die technisch überlegenen Breisgauer um jeden Meter gekämpft. Den Rest erledigte Torwart Tjark Ernst mit Paraden.

Michael Cuisance (43.) und Linus Gechter (45.) hatten vor der Pause die nächsten Torchancen. Auf der Gegenseite rettete Ernst und entschärfte einen Schuss von Yuito Suzuki (45.+2). Mit 0:0 ging es in die Pause.

Und im zweiten Durchgang? Die Bau-Weißen ackerten, Freiburg kam nicht so richtig ins Spiel. Nach 90 Minuten stand es weiter 0:0 – Verlängerung.

In der Verlängerung trifft Freiburgs Suzuki

Und es ging gleich weiter mit der nächsten Riesenchance. Cuisance dribbelte durch den Freiburger Strafraum, seinen Schuss konnte Torwart Florian Müller mit einer Glanzparade um den Pfosten lenken.

Doch was passierte dann? Toni Leistner zögerte zu lange beim Spielaufbau, passte zu kurz zu Gechter und der leistete sich dann einen Fehlpass. SCF-Stürmer Suzuki schnappte sich die Kugel und traf zum 1:0 (96.).

Reese holt den Hammer zum 1:1 raus

Aufgeben? Nicht doch! Reese holte in der 104. Minute den Hammer raus und traf aus 18 Metern in den linken Torwinkel zum 1:1. Ein Giganten-Tor des Kapitäns. Das Olympiastadion bebte.

In der 109. Minute verzog Cuisance per Direktannahme, so blieb es beim 1:1 und es kam zum Elferkrimi. Reese, Schuler trafen, Cuisance scheiterte beim dritten Elfer an Keeper Müller, doch Tjark Ernst hielt dann den vierter Elfer des Freiburgers Manzambi.

Brekalo glich zum 3:3 aus, die Freiburger trafen wieder, Seguin auch zum 4:4. Verlängerung auch noch im Elfmeterschießen: Dort verschoss dann Pascal Klemens. Ein bitteres Pokal-Aus nach einer Topleistung