Die Zweite Liga hat ihren nächsten Skandal. Das 2:1 (1:0) von Hertha BSC bei Abstiegskandidat Preußen Münster geriet in den Hintergrund. Nach dem Abpfiff gab es nur ein Thema: Bei Herthas Elfmeter blieb der Stadion-Bildschirm für die VAR-Prüfung der Szene schwarz. Kein technischer Defekt, sondern Sabotage von zwei vermummten Fans.
VAR Rafalski entscheidet auf Elfmeter für Hertha
Herthas Profis legten in Münster gleich los. Diszipliniert und volle Spielkontrolle bei dem Abstiegskandidaten. Immer wieder gute offensiv Aktionen, doch ein Tor wollte erstmal nicht fallen. Brekalo versuchte es mit zwei Torschüssen (13./31.), doch sonst fehlte die letzte Entschlusskraft im Sturm.
Es roch nach dem ersten blau-weißen Tor. Es kam, aber wie! Michael Cuisance wurde im Strafraum von Münsters Verteidiger Niko Koulis am Schienbein getroffen (44.). Der Franzose krümmte sich am Boden liegend vor Schmerzen. Doch Schiri Felix Bickel hatte es nicht gesehen, ließ erstmal weiterspielen. Dann meldete sich Video-Assistenten Katrin Rafalski, die noch im Dezember ein Reese-Tor beim 3:3 gegen Fürth wegen angeblichen Abseits aberkannte.

Die Röntgentechnikerin hatte das Foul im Videokeller gesehen und Cuisance zeigte auch noch dem Vierten Offiziellen seine Stollenabdrücke am Schienbein. Dann wurde es kurios: Schiri Bickel wollte sich die Szene anschauen, doch der Bildschirm im Stadion blieb schwarz. Rafalski bestand auf Elfmeter für Hertha. Der Schiri gab ihn dann, ohne die Szene gesehen zu haben, einmaliger Vorfall, aber den Regeln entsprechend. Kapitän Fabian Reese verwandelte eiskalt zum 1:0 (45.+2).
Sky meldet: Schwarzer VAR-Monitor war Sabotage
Hertha ging mit der Führung in der Pause und im Stadion machte ein Gerücht die Runde. Münster-Fans hatten ein Plakat gezeigt: „Dem VAR den Stecker ziehen!“ War der ausgefallene Schiri-Monitor etwa kein technischer Fehler, sondern Sabotage-Akt? Pay-TV-Sender Sky machte das Getuschel publik und bestätigte dann: „Zwei Vermummte waren am Bildschirm!“ Protest gegen den VAR ist okay, aber das ist einfach ein Skandal.


