Hertha BSC verliert 0:1 (0:) gegen Holstein Kiel – aber wie! Vor 47.280 Zuschauern im Olympiastadion wurde erst ein Tor und dann ein Elfmeter von VAR Günter Perl einkassiert. Es waren zweifelhafte Entscheidungen. Die Blau-Weißen stürmten mutig, doch Kiel machte das Tor.
Brekalo-Blitztor wegen Schuler-Fußspitze aberkannt
Blitzstart für Hertha. Nach einem Tempovorstoß traf Josip Brekalo nach einer Minute und 43 Sekunden unter die Latte ins Tor. Doch der blau-weiße Jubel kam zu früh. Nach VAR-Prüfung durch Günter Perl im Videokeller stand Flankengeber Luca Schuler vorher Millimeter mit der Fußspitze im Abseits. Das Tor wurde annulliert.
Die Spieler von Trainer Stefan Leitl ließen davon aber nicht entmutigen. Gegen den abstiegsbedrohten Klub aus dem Norden wurde kräftig in den Zweikämpfen gegengehalten und immer wieder gab es gefährliche Angriffe. Paul Seguin versuchte es mit einem Schlenzer aus 30 Metern aus halblinker Position. Die Kugel ging Millimeter am Kieler Pfosten vorbei (12.). Drei Minuten später ging der Schuss von Fabian Reese nur knapp daneben. Hertha machte das Spiel, den Kielern fiel nicht viel ein. Reese (37.) und Brekalo (45.) hatten die nächsten Chancen.
VAR-Perl verhindert Elfer für Hertha
Und dann wurde es ganz kurios. In der Nachspielzeit (45.+2) sollte Hertha nach einem Foul an Linus Gechter einen Elfmeter bekommen. So hatte es Schiedsrichter Dr. Robert Kampka entschieden. Dann meldete sich wieder Perl aus dem Videokeller. 30 Sekunden vor dieser Szene soll Deyo Zeefuik wieder mit der Fußspitze im Abseits gestanden haben. Eine irrwitzige Auslegung des Herrn Perl.
In der Halbzeitpause schüttelten alle im Olympiastadion ungläubig den Kopf. Ein Tor und ein Elfmeter vom bayrischen VAR einkassiert. Mit dem 0:0 ging es in die Kabine. Die Blau-Weißen gaben auch im zweiten Durchgang Gas, betrieben aber weiterhin Chancenwucher. Die Rache folgte.



