Was Wunderkind Kennet Eichhorn (16) gerade bei Hertha BSC alles mitmacht, ist die ganz harte Schule im Profi-Fußball. Das Dauerthema um ein n Wechsel zu einem Topklub, streift der Junge bemerkenswert cool seit Monaten ab. Doch nach seiner schweren Knöchelverletzung im Januar erlebt er jetzt den zweiten Tiefschlag in die Magengrube. Rotsünder und gesperrt! Wie verkraftet der Teenie das jetzt?
Trauriger Rot-Rekord für Eichhorn
Nach seinem Comeback vor 17 Tagen beim 1:0 in Dresden hatte sich Mittelfeld-Ausnahmetalent so auf die Restsaison gefreut. Beim 1:1 in Braunschweig stand er wieder in der Startelf, doch dann machte er die unglückliche Grätsche gegen Braunschweigs Florian Flick in der 73. Minute und kassierte nach VAR-Prüfung seine erste Rote-Karte bei den Profis. Jetzt hält er den traurigen Rekord und ist der jüngste Rotsünder im deutschen Fußball.
Der Eintrag in die Geschichtsbücher ist aber nur eine Randnotiz. Eichhorn, der einfach nur Fußball spielen will, leidet. Mit hängendem Kopf ging er vom Platz. Trainer Stefan Leitl versuchte ihn am Spielfeld zu trösten. „Wir haben Kenny in diese Situation gebracht, weil kein qualitativ gutes Passspiel an den Tag legen. Kenny hat dann alles versucht. Das war unglückliche Szene, das war keine Absicht. Natürlich ist Kenny jetzt sehr angeschlagen. Natürlich gilt es für uns alle, ihn jetzt wieder aufzubauen.“
Bange Frage: Wie lange sperrt der DFB Eichhorn?
Auf alle Fälle wird er im nächsten Heimspiel nicht dabei sein. Schiri Patrick Alt wertete die Szene als grobes Foulspiel. Wie lange Eichhorn jetzt vom DFB-Kontrollausschuss gesperrt wird, ist noch ungewiss – mit einem oder zwei Spielen muss er rechnen.

Das ist einfach nur bitter für den jungen Kerl. Seit dem Sommer war er der Shootingstar bei den Blau-Weißen, erkämpfte sich im Turbo-Tempo einen Stammplatz als defensiver Sechser. Sein Marktwert explodierte aud 20 Millionen Euro. Doch in der Rückrunde wurde er gestoppt. Beim 0:0 gegen Schalke wurde er kaputtgetreten. Das Bittere an diesem schwarzen Tag: Es war das bis dahin beste Spiel des Ausnahmetalents.


