Herthas Profis wollen Sonnabend nach dem Heimspiel eggen Schalke endlich wieder jubeln.  Foto: City-Press

Das wird der härteste Januar, den die Bundesliga je erlebt hat. Sechs Spiele in vier Wochen ohne große Winterpause zuvor. Hertha BSC muss einen Turbostart hinlegen, sonst droht die nächste Krise. Eine Blamage gegen den Tabellenletzten Schalke 04 ist Sonnabend (18.30 Uhr) verboten. Guter Rutsch, statt peinlicher Ausrutscher ins neue Jahr!

Denn davon gab es in dieser Saison schon zu viele. Der Druck ist da. Auf die Spieler, auf Trainer Bruno Labbadia und auf Manager Michael Preetz. Man hätte entspannter ins Jahr gehen können. Doch vor Weihnachten gab es zwei Grottenspiele beim 0:0 gegen Mainz und dem 1:4 in Freiburg.

Preetz glaubt an eine Besserung und wischt negative Gedanken einfach weg. Er dreht verbal den Spieß um: „Es ist das erste Heimspiel im neuen Jahr: Es liegt ein Monat vor uns, der sehr intensiv wird mit sechs Spielen. Das bietet Chancen, die wir nutzen wollen. Dieses Spiel gegen Schalke wollen wir gewinnen. Wir wollen einen guten Einstieg in dieses Jahr.“ Der Januar als Wendemonat zum Guten. Schalke, Bielefeld, Köln, Hoffenheim, Bremen, Frankfurt – gegen jeden dieser Klubs ist eigentlich ein Sieg drin.

Aber das geht nur, wenn sich die Spieler zusammenreißen und keine Schlaffi-Auftritte mehr hinlegen. „Die beiden letzten Spiele haben wehgetan. Davor waren wir grundsätzlich auf einem guten Weg. Es ist klar, dass wir jetzt von der Mannschaft einen fokussierten, sehr konzentrierten Auftritt mit großer Hingabe brauchen“, sagt Preetz.

Keiner will an die Super-GAB, die größte anzunehmende Blamage, denken: eine Niederlage gegen Schalke, das seit 29 Spielen sieglos ist und den historischen Tasmania-Minusrekord (31) einstellen könnte.

Ganz besonders nicht Trainer Bruno Labbadia: „Wenn einer die Serie fürchten muss, dann ist es der Klub, der die Serie hat. Wir machen uns weniger Gedanken darum, dass ein Rekord aufgestellt werden kann, da es ist nicht unserer ist.“

Schalke hat mit Christian Gross einen neuen Trainer. Ob das ein Nachteil für die Blau-Weißen ist? „Er ist erfahren, weiß, wo er ansetzen wird. Aber es ist viel wichtiger, dass wir auf uns schauen und klar sind, was wir machen wollen und wie wir es umsetzen wollen“, sagt Labbadia.

Es wird eine brutale Schlacht mit nickligen harten Zweikämpfen. Es wird ein Spiel des Willens. Herthas neues Jahr beginnt hart. Bei einer Pleite wird es rohes neues Jahr – für alle!