Hertha BSC

Magath-Opfer Björkan mischt die Champions League auf

Der Norweger Fredrik Björkan war 2022 nur acht Monate bei Hertha BSC, jetzt ist er ein Held in seiner Heimat beim Sensationsklub FK Bodö/Glimt.

Author - Wolfgang Heise
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Ex-Herthaner Fredrik Björkan ist mit dem norwegischen Sensationsteam BFK odö/Glimt in der Champions League im Siegesrausch
Ex-Herthaner Fredrik Björkan ist mit dem norwegischen Sensationsteam BFK odö/Glimt in der Champions League im SiegesrauschIMAGO/Gonzales Photo/Frederikke Jensen

Erinnern Sie sich noch an Fredrik Björkan (27)? Der Norweger ging bei Hertha BSC im Jahr 2022 völlig unter und war nach nur acht Monaten wieder weg. Vier Jahre später ist der linke Außenverteidiger ein Champions-League-Held beim norwegischen Wunderklub FK Bodö/Glimt.

Björkan schoss mit Bodö/Glimt Favorit Inter Mailand raus

Alle staunen über die tapferen Wikinger aus der norwegischen Provinz Nordland. Als Exot hat der Verein aus der 43.500-Einwohner Stadt Bodö die Gruppenphase der Königsklasse mit Sensationssiegen gegen Manchester City und Atletico Madrid überstanden, in den Play-Offs einfach wurde einfach mal Inter Mailand mit 3:1 und 2:1 rausgehauen und jetzt im Achtelfinal-Hinspiel auch noch ein 3:0 gegen Sporting Lissabon, das Rückspiel steigt am Dienstag und das Viertelfinale ist ganz nah – und Björkan ist mittendrin.

Wie geht denn so etwas? Im Januar 2022 verpflichte Herthas Ex-Manager Fredi Bobic den Norweger von Bodö/Glimt. Er kam ablösefrei. Er sollte sofort das Team verstärken, klappte aber nicht in der damaligen, blau-weißen Chaostruppe. Nur zehnmal spielte er in der Rückrunde, davon nur zweimal in der Startelf.

Da war auch Hertha-Retter Felix Magath im März 2022 erschrocken, als plötzlich Fredrik Björkan bei Sprintübungen mit Kreislaufproblemen flach lag.
Da war auch Hertha-Retter Felix Magath im März 2022 erschrocken, als plötzlich Fredrik Björkan bei Sprintübungen mit Kreislaufproblemen flach lag.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Bei Quälix Magath brach Björkan zusammen

In Erinnerung blieb Björkan eigentlich nur, weil er bei einen der vielen berüchtigten Konditionsübungen von Hertha-Retter Felix „Quälix“ einen Kreislaufkollaps erlitt. Magath hatte bei seiner zweiten Trainingseinheit nach seiner Vertragsunterschrift im März zu Sprints auf dem Hügel am Schenckendorffplatz gebeten. Björkan wollte tapfer durchstehen, obwohl er vorher Magen-Darm-Probleme hatte. Sein Kreislauf machte dann nicht mehr mit.

Für den ruhigen Norweger war alles zu viel. Im August 2022 wurde er an Feyenoord Rotterdam ausgeliehen, auch da konnte er sich nicht durchsetzen. Im Januar 2023 wechselte er schließlich wieder zu seinem Heimatklub Bodö/Glimt. Und da blühte er auf.

Stammspieler: 94 Spiele in drei Jahren, dazu neun Tore. Damit hat sich der Nationalspieler auch für ein WM-Ticket im Sommer empfohlen. Doch erstmal will er mit Bodö/Glimt in der Champions League Geschichte schreiben. Vielleicht mit seinem ersten Tor in der Königsklasse am Dienstag gegen Sporting Lissabon.