Hertha BSC

Wut! So macht Leitl seine Spieler heiß

Vor dem Richtig-Wichtig-Spiel gegen Darmstadt am Sonntag greift Hertha-Trainer in die Psycho-Trickkiste.

Author - Wolfgang Heise
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Hertha-Trainer Stefan Leitl geht mit guter Laune ins Heimspiel gegen Darmstadt. Von seinen Spielern verlangt er Wut.
Hertha-Trainer Stefan Leitl geht mit guter Laune ins Heimspiel gegen Darmstadt. Von seinen Spielern verlangt er Wut.IMAGO/nordphoto/Engler

Tick, tack, tick, tack! Bei Hertha BSC läuft der Countdown für das Richtig-Wichtig-Spiel gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt 98 am Sonntag (13.30 Uhr). Es muss ein Heimsieg her, um im Aufstiegsrennen wieder mitmischen zu können. Trainer Stefan Leitl benutzt jetzt einen besonderen Psycho-Kniff und setzt auf Wut seiner Spieler.

Gutes Omen: Spitzenreiter Schalke stolpert

Nein, Verzweiflung ist noch lange nicht bei den Blau-Weißen angesagt. Und der bisherige Spieltag sollte allen noch mal einen Extra-Kick geben. Hoffnungslos ist in dieser verrückten Zweiten Liga gar nichts. Sonnabend verlor der bisherige souveräne Spitzenreiter Schalke 04 mit 0:2 beim VfL Bochum.

Jetzt muss nur noch Hertha gegen Darmstadt gewinnen und alles ist wieder im oberen Tabellendrittel dicht beieinander. Einfacher gesagt, als getan. Die Blau-Weißen kamen zwar spielerisch gut aus den Winterstartlöchern, doch es gab nur zwei Unentschieden (0:0 gegen Schalke, 2:2 in Karlsruhe). Aus der Enttäuschung und Frust muss Leitl jetzt den richtigen Psycho-Mix machen, damit er erste Sieg des Jahres eingefahren wird.

Leitl: „Druck ist da, aber positiver“

„Sicherlich ist Druck drauf. Aber ich empfinde den Druck nicht als negativen. Es ist positiver Druck. Wir sind in einer Situation, wo wir alles selbst in der Hand haben. Es ist wichtig, an das zu glauben, was wir tun und wie wir es tun. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, muss einfach mehr Punkte hervorbringen. Das ist die Thematik, die wir haben“, sagt Leitl vor dem Sechs-Punkte-Spiel gegen die Hessen.

So will Leitl Sonntag seinen Kapitän Fabian Reese sehen. Trotziger Torjubel gegen Darmstadt und laut brüllen.
So will Leitl Sonntag seinen Kapitän Fabian Reese sehen. Trotziger Torjubel gegen Darmstadt und laut brüllen.IMAGO/Christopher Rupprecht

Über sich selbst ärgern und einfach weitermachen. Leitl will genau das in die Köpfe bekommen: „Die Unentschieden haben sich wie Niederlagen angefühlt. Jetzt heißt es, allen Vertrauen geben und versuchen die die Dinge, die wir haben, die Chancen umzusetzen.“

Trotzreaktionen will der Coach sehen: „Ich merke keine Anspannung, sondern eine gewisse Wut. Wenn wir so Fußball spielen wie die letzten beiden Spiele, dann solltest du die Spiele gewinnen. Denn es gibt Phasen in der Saison, in denen du nicht so performen kannst, wie wir es jetzt getan haben. Das macht uns wütend, aber ich merke keine Verkrampfung.“

Nach Darmstadt wird es noch härter für Hertha

Hoffentlich bliebt das auch genauso beim Anpfiff im Olympiastadion. Denn nach dem Darmstadt-Spiel geht es hart weiter. Nächsten Sonnabend in Elversberg, dann Dienstag Pokalviertelfinale, danach Heimspiel gegen Hannover und auswärts in Paderborn.

Leitl schaut nach vorn: „Wir können uns freuen auf die nächsten Wochen. Wir haben es selbst in der Hand, wie wir den Rest der Saison gestalten.“ Heißt: Siege und im Aufstiegskampf bleiben oder die Saison ist Ende Februar schon gelaufen…