Hertha BSC nach dem verpassten Aufstieg: Die blau-weiße Wohlfühloase gibt es nicht mehr für die Spieler. Alle stehen bis zum Saisonende unter Beobachtung. Wer kann, darf und will weiter für den blau-weißen Traditionsklub spielen? Die ganz harte Lektion bekommt jetzt Youngster Pascal Klemens (21) zu spüren. Vertragspoker im Hintergrund, jetzt ist er erstmal raus und wird wie schon beim 2:1 gegen Nürnberg auch nicht bei der Auswärtspartie am Sonntag in Münster dabei sein.
Leitl klare Ansage an Klemens
Trainer Stefan Leitl hält an seiner im Fall Klemens fest und stellt ein Ultimatum: „Es geht darum seine Dinge zu klären, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das habe ich klar angesprochen und das erwarte ich von ihm. Die Situation ist unverändert. Ich erwarte, dass es in den nächsten Wochen geklärt wird. Ich erwarte von den Spielern ein klares Bekenntnis zum Verein.“
Ja, zu Hertha oder raus! Leitl fährt bei der Personalie Klemens jetzt die harte Linie, obwohl er ihn sehr schätzt und ihn unbedingt behalten will. „Passi ist gerade erst 21 Jahre alt geworden. Das darf man nicht vergessen, dass er noch sehr jung ist“, erklärt der Coach.

Klemens kann sich nicht entscheiden
Der Hintergrund ist klar: Der Vertrag des Defensivspezialisten läuft Ende Juni aus. Seit einem Jahr versucht Hertha ,den Kontrakt mit Klemens zu verlängern. Doch dazu kam es bis jetzt nicht. Was aber kam, waren Lockangebote der Bundesligisten VfB Stuttgart, Werder Bremen und dem spanischen Erstligisten FC Getafe.
Dazu wechselte Klemens auch noch seinen Berater. Und nach dem die Chance auf einen Hertha-Aufstieg bei geschätztem 1 Prozent liegt, grübelt Klemens noch mehr. Noch ein Jahr in Berlin oder gleich den persönlichen Aufstieg bei einem Bundesligisten? Das gilt nicht nur für Klemens, sondern auch für andere Spieler wie Torwart Tjark Ernst oder Verteidiger Linus Gechter. Der Unterschied: Die beiden haben noch Vertrag über den Sommer hinaus.



