KURIER-Leser wussten es schon seit Mittwochabend. Eigengewächs Pascal Klemens (21) bleibt nach Kaugummi-Poker bei Hertha BSC. Freitag unterschrieb der Youngster endgültig einen Vertrag bis 2028. Jetzt ist seine Zukunft geklärt und damit steht Klemens auch wieder am Sonntag (13.30 Uhr) beim Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf im Profi-Kader.
Hertha-Sportdirektor Weber: „Wir sind sehr glücklich“
In den vergangenen drei Spielen hatte ihn Trainer Stefan Leitl aus dem Kader gestrichen, damit „Passi seine Sachen klärt“. Jetzt ist alles klar. Sein blau-weißes Herz ist größer als schnelle Bundesliga-Verlockungen. Sportdirektor Benjamin Weber ackerte hart an dem Deal.
„Es war unser klarer Wunsch, dass Passi auch in Zukunft unser Trikot trägt. Wir sind sehr glücklich, dass er sich zu Hertha bekannt hat und seinen Weg bei uns fortsetzen wird. Er ist gebürtiger Berliner, er ist Herthaner – und er wird auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft sein“, erklärt Sportdirektor Benjamin Weber.
Endlich ist der Poker vorbei. Es ist das nächste starke Signal nach dem Hertha-Bekenntnis von Kapitän Reese, dass das Team nicht auseinanderfällt, sondern gemeinsam den verpassten Aufstieg im nächsten Jahr nachholen will.

Klemens: „Ich saß doch auf dem Schoß meines Papas“
Klemens ist happy: „Ich habe hier noch viel vor. Ich habe noch eine Reihe unerfüllter Träume, die ebenso wahr werden sollen. Die Reise geht weiter – mit euch zusammen. Ich freue mich sehr darauf.“
Danach gibt er ein rührendes Statement ab, indem klar wird, dass er eigentlich nie weg wollte: „Mit fünf Jahren habe ich das erste Mal auf dem Schoß meines Papas im Olympiastadion gesessen und ein Spiel von Hertha BSC gesehen. Schon damals habe ich davon geträumt, irgendwann einmal für diesen Verein zu spielen.“ Der Vater hat ihm das blau-weiße Blut gegeben. Da konnte Passi doch nicht gehen.
Der Traum ist mittlerweile längst wahr geworden. Inzwischen bin ich seit elf Jahren, also mehr als mein halbes Leben, in diesem Klub. Ich habe auf diesem Gelände mehr Zeit als irgendwo anders verbracht. Und ich bin stolz, dass es hier weitergeht. Meine Geschichte bei Hertha fängt gerade erst richtig an.“ Starke Worte und die blau-weißen Fans jubeln.


