Die Ungeduld wächst bei Hertha BSC, besonders bei Trainer Stefan Leitl. Noch immer kein Sieg trotz guter Leistungen. Wie schon vor dem 2:2 gegen Darmstadt will er für die Hammer-Auswärtspartie beim Tabellenzweiten SV Eversberg (Sonnabend, 13 Uhr) noch mehr Wutreaktionen seiner Spieler sehen.
Hoher Aufwand, wenig Ertrag
Leitl, sonst ein Freund der sachlichen Sprache, schaltet verbal einen Gang hoch: „Mich kotzen solche Spiele schon an. Das muss ich ehrlich sagen. Ich werde da wütend. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Es geht um die Situationen, dass wir einen unfassbar großen Aufwand betreiben. Der Ertrag bleibt einfach im Ergebnis aus.“

Nach dem enttäuschenden Remis mit einer starken ersten Halbzeit und einer 2:0-Führung nach einer Viertelstunde wurde Anfang der Woche noch mal alles analysiert, was da schiefgelaufen ist. Leitl: „ Wir haben nochmal die Sinne geschärft und nochmal deutlich gemacht, dass dritte oder vierte Tor nachzulegen, um dann Ruhe ins Spiel reinzubekommen.“
Leitl ist ehrgeizig und will den Aufstieg mit Hertha unbedingt packen. Doch diesen Rückrundenstart hat er sich anders vorgestellt. Die Blau-Weißen treten nach nur drei Unentschieden (0:0 gegen Schalke, 2:2 beim KSC, jetzt 2:2 gegen Darmstadt) auf der Stelle. Eigentlich wollte Leitl in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten durchstarten. Aber es wurde bisher nicht daraus: Gut gespielt, doch weiterhin sieglos.


