Hertha BSC

Kein Sieg und Leitl wird knallhart: „Es kotzt mich an“

Vor dem Hammer-Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SV Elversberg schaltet Hertha-Trainer Stefan Leitl verbal einen Gang höher.

Author - Wolfgang Heise
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Trainer Stefan Leitl von Hertha BSC ist auch noch vier Tage nach dem 2:2 gegen Darmstadt angefressen.
Trainer Stefan Leitl von Hertha BSC ist auch noch vier Tage nach dem 2:2 gegen Darmstadt angefressen.City-Press GmbH Bildagentur

Die Ungeduld wächst bei Hertha BSC, besonders bei Trainer Stefan Leitl. Noch immer kein Sieg trotz guter Leistungen. Wie schon vor dem 2:2 gegen Darmstadt will er für die Hammer-Auswärtspartie beim Tabellenzweiten SV Eversberg (Sonnabend, 13 Uhr) noch mehr Wutreaktionen seiner Spieler sehen.

Hoher Aufwand, wenig Ertrag

Leitl, sonst ein Freund der sachlichen Sprache, schaltet verbal einen Gang hoch: „Mich kotzen solche Spiele schon an. Das muss ich ehrlich sagen. Ich werde da wütend. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Es geht um die Situationen, dass wir einen unfassbar großen Aufwand betreiben. Der Ertrag bleibt einfach im Ergebnis aus.“

Die Spieler von Hertha BSC gingen vergangenen Sonntag nach dem 2:2 gegen Darmstadt mit hängenden Köpfen zu den Fans in der Ostkurve.
Die Spieler von Hertha BSC gingen vergangenen Sonntag nach dem 2:2 gegen Darmstadt mit hängenden Köpfen zu den Fans in der Ostkurve.City-Press GmbH Bildagentur

Nach dem enttäuschenden Remis mit einer starken ersten Halbzeit und einer 2:0-Führung nach einer Viertelstunde wurde Anfang der Woche noch mal alles analysiert, was da schiefgelaufen ist. Leitl: „ Wir haben nochmal die Sinne geschärft und nochmal deutlich gemacht, dass dritte oder vierte Tor nachzulegen, um dann Ruhe ins Spiel reinzubekommen.“

Leitl ist ehrgeizig und will den Aufstieg mit Hertha unbedingt packen. Doch diesen Rückrundenstart hat er sich anders vorgestellt. Die Blau-Weißen treten nach nur drei Unentschieden (0:0 gegen Schalke, 2:2 beim KSC, jetzt 2:2 gegen Darmstadt) auf der Stelle. Eigentlich wollte Leitl in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten durchstarten. Aber es wurde bisher nicht daraus: Gut gespielt, doch weiterhin sieglos.

Leitl: „Das macht mich wütend und traurig“

Leitl: „Das sind Themen, die mich wütend machen, aber auch traurig, weil ich finde, dass die Jungs das nicht verdient haben. Die Leistungen waren einfach gut, aber sie müssen deutlich mehr Ertrag bringen.“

Gegner Elversberg bleibt dagegen hartnäckig oben dran. Nach einem 2:3 in Nürnberg folgten ein 1:1 gegen Bochum ein 3:1 in Kaiserslautern. Einen Punkt mehr als Hertha geholt, obwohl Topstürmer Younes Ebnoutalib im Winter zu Eintracht Frankfurt wechselt.

Leitl: „Elversberg lässt sich wenig irritieren. Die SV steht absolut zu Recht auf Platz 2. Man verliert den besten Stürmer, aber es verändert sich nichts.“ Großes Lob für den Gegner oder eher eine Warnung für seine Spieler. Leitl will am Sonnabend wirklich nicht schon wieder schlechte Laune haben…