Er hatte sich vergangenen Sommer so auf seine Rückkehr zu Hertha BSC gefreut, doch Leon Jensen (28) erlebte eine Saison zum Vergessen. Sieben Spiele zum Start der Zweiten Liga, dann eine komplizierte Oberschenkelverletzung Anfang Oktober. Seitdem machte Jensen kein Spiel mehr für die Blau-Weißen. Der Mittelfeldspieler ist nicht mal mehr im Kader. Seit Wochen fragen sich die blau-weißen Fans: Was ist da los?
Jensen spielte in der Rückrunde nicht einmal
Nach seiner Muskel- und Adduktorenverletzung kann Jensen seit über zwei Monaten wieder mit der Mannschaft trainieren. Doch zum Einsatz kam er nie. Nur einmal saß er beim Pokalviertelfinale gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.) auf der Bank, ansonsten war er nie im Kader.
Trainer Stefan Leitl erklärt: „Es gibt 20 Plätze zu vergeben. Dementsprechend zählt auch das Leistungsprinzip. Bei Leon ist es so, dass die Situation nicht ganz so einfach war, weil er aus einer schweren Verletzung kam und seitdem nicht mehr so in Tritt gekommen ist.“

Vier-Augen-Gespräch zwischen Leitl und Jensen
Der selbsternannte Giftzwerg ist erst mal außen vor. Das ist völlig ungewohnt für ihn. Bei seinem Ex-Klub Karlsruher SC war er Stammspieler. Vergangene Woche gab es ein längeres Gespräch zwischen Leitl und Jensen. „Wir haben sehr lange und offen miteinander gesprochen und da ist die Erwartungshaltung von mir auch ganz klar kommuniziert worden. Er weiß es auch. Es geht darum, Leistung auf dem Feld zu bringen.“

Im Sommer präsentierte sich Jensen in Topform, sehr dynamisch, sehr zweikampfstark, doch die Verletzung hat ihn völlig aus dem Tritt gebracht und er hat momentan keine Chance, in den Kader zu kommen. Leitl: „Leon ist sehr bemüht und kämpft sich an die Mannschaft ran. Das ist der Weg, den jeder einzelne Spieler auch gehen muss.“


