Hertha BSC

Hertha-Fans fragen sich: Was wird aus Leon Jensen?

Im Sommer 2025 startete Mittelfeldwühler Leon Jensen durch. Jetzt ist er nicht mal mehr im Kader.

Author - Wolfgang Heise
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Leon Jensen wollte nach seiner Verletzung in der Rückrunde durchstarten. Doch er machte für Hertha BSC bisher kein Spiel in diesem Jahr.
Leon Jensen wollte nach seiner Verletzung in der Rückrunde durchstarten. Doch er machte für Hertha BSC bisher kein Spiel in diesem Jahr.Engler/nordphoto GmbH/imago

Er hatte sich vergangenen Sommer so auf seine Rückkehr zu Hertha BSC gefreut, doch Leon Jensen (28) erlebte eine Saison zum Vergessen. Sieben Spiele zum Start der Zweiten Liga, dann eine komplizierte Oberschenkelverletzung Anfang Oktober. Seitdem machte Jensen kein Spiel mehr für die Blau-Weißen. Der Mittelfeldspieler ist nicht mal mehr im Kader. Seit Wochen fragen sich die blau-weißen Fans: Was ist da los?

Jensen spielte in der Rückrunde nicht einmal

Nach seiner Muskel- und Adduktorenverletzung kann Jensen seit über zwei Monaten wieder mit der Mannschaft trainieren. Doch zum Einsatz kam er nie. Nur einmal saß er beim Pokalviertelfinale gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.) auf der Bank, ansonsten war er nie im Kader.

Trainer Stefan Leitl erklärt: „Es gibt 20 Plätze zu vergeben. Dementsprechend zählt auch das Leistungsprinzip. Bei Leon ist es so, dass die Situation nicht ganz so einfach war, weil er aus einer schweren Verletzung kam und seitdem nicht mehr so in Tritt gekommen ist.“

Hertha-Trainer Stefan Leitl will von Leon Jensen mehr Leistung sehen.
Hertha-Trainer Stefan Leitl will von Leon Jensen mehr Leistung sehen.Sebastian Räppold/Matthias Koch/imago

Vier-Augen-Gespräch zwischen Leitl und Jensen

Der selbsternannte Giftzwerg ist erst mal außen vor. Das ist völlig ungewohnt für ihn. Bei seinem Ex-Klub Karlsruher SC war er Stammspieler. Vergangene Woche gab es ein längeres Gespräch zwischen Leitl und Jensen. „Wir haben sehr lange und offen miteinander gesprochen und da ist die Erwartungshaltung von mir auch ganz klar kommuniziert worden. Er weiß es auch. Es geht darum, Leistung auf dem Feld zu bringen.“

Ende September konnte Leon Jensen noch bei Herthas 3:0 in Nürnberg jubeln. Es war sein bisher letztes Spiel für die Blau-Weißen.
Ende September konnte Leon Jensen noch bei Herthas 3:0 in Nürnberg jubeln. Es war sein bisher letztes Spiel für die Blau-Weißen.Sportfoto Zink/Wolfgang Zink/imago

Im Sommer präsentierte sich Jensen in Topform, sehr dynamisch, sehr zweikampfstark, doch die Verletzung hat ihn völlig aus dem Tritt gebracht und er hat momentan keine Chance, in den Kader zu kommen. Leitl: „Leon ist sehr bemüht und kämpft sich an die Mannschaft ran. Das ist der Weg, den jeder einzelne Spieler auch gehen muss.“

Jesen hat acht Konkurrenten im Mittelfeld

Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß: Für drei Plätze hat der Coach momentan neun Spieler: Kenny Eichhorn, Paul Seguin, Josip Brekalo, Michael Cuisance, Kevin Sessa, Diego Demme, Bobo Lum, Pascal Klemens und eben Jensen. Zur neuen Saison wird sich das ändern. Es wird einige Abgänge geben. Jensen muss nach einem verkorksten blau-weißen Jahr im Sommer Vollgas geben.