Der Polizeieinsatz mit Pfefferspray beim Heimspiel von Hertha BSC gegen Schalke 04 am 17. Januar wird aufgearbeitet. Bei der Hertha-Fanhilfe ist jetzt ein Mann im Fokus der Kritik – Benjamin Jendro, der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei. Er soll Falschaussagen getroffen haben und deswegen abgelöst werden.
Jendro gab umstrittenes TV-Interview
Worum geht es genau? Drei Tage nach den Vorfällen am Osttor des Olympiastadions hatte Jendro ein TV-Interview gegeben. Die Fanhilfe schreibt jetzt dazu: „Ebenso wurde durch ihn die Behauptung aufgestellt, dass Hertha BSC als Veranstalter angeblichen Straftätern ganz bewusst weiterhin Zugang zu den Spielen gewährt.“

Der Berliner Abgeordnete Orkan Özdemir (SPD) stellte wegen des Polizeieinsatzes eine schriftliche Anfrage ans Abgeordnetenhaus. Eine von vielen Fragen war darin explizit: „Stimmt nach Kenntnis des Senats die Aussage von Benjamin Jendro mit vorliegenden Informationen überein, dass mehrere Personen die bspw. Landfriedensbrüche begangene haben und kein Stadionverbot von Hertha BSC ausgesprochen wurde? Wenn ja, um wie viele Personen handelt es sich dabei?”“ Die kurze Antwort war: „Dem Senat liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellungen vor.“
Herthas Fanhilfe: „Ganz bewusste Falschaussagen!“
Die Fanhilfe erhebt deswegen schwere Vorwürfe gegen Jendro: „Somit steht fest, dass entweder Herr Jendro und die GdP Berlin in dieser Angelegenheit über mehr Wissen verfügen als der Senat oder, was naheliegend erscheint, ganz bewusst Falschaussagen verbreitet worden sind, um Hertha BSC und seine Fans öffentlich zu diskreditieren.“


