Noch zwei Spiele, dann ist endlich die verkorkste Saison, die gerade ein trauriges Ende findet, bei Hertha BSC vorbei. Was danach passiert? Sicher ist nur eines: Das blau-weiße Team wird nach dem verpassten Aufstieg kräftig ausgedünnt und umgekrempelt. Trotzdem werden neue Spieler verpflichtet. Genau um zwei Profis geht es am Sonntag (13.30 Uhr), wenn Hertha das letzte Heimspiel der Saison gegen Greuther Fürth bestreitet.
Poker mit Fürths Stürmer Hrgota
Das Muster bei der Bildung des neuen Kader ist klar. Trainer Stefan Leitl will gerne Spieler, mit denen er schon zusammengearbeitet hat. Vergangene Saison wurde Paul Seguin von Schalke losgeeist. Leitl und Seguin stiegen zusammen 2020/21 mit Fürth in die Bundesliga auf. Neben Seguin und Jeremy Dudziak waren in der Fürther Aufstiegself noch zwei andere Spieler.
Und um die geht es jetzt wieder: Stürmer Branimir Hrgota (33) soll laut Revier Sport schon in Berlin zu Vertragsgesprächen gewesen sein. Sein Vertrag in Fürth läuft aus und könnte ohne Ablöse kommen. Eigentlich kann er Sonntag gleich bei Hertha bleiben.

Paul Jaeckel ist Kandidat für die Verteidigung
Noch spannender ist aber Paul Jaeckel (27). Der Verteidiger stieg auch 2021 mit Fürth auf, wechselte anschließend damals zum 1. FC Union. Nach drei Jahren liehen ihn die Köpenicker an Braunschweig aus, 2025 ging er für 300.000 Euro Ablöse zu Preußen Münster.
Der Klub wird an diesem Wochenende zu 99,9 Prozent als Tabellenletzter mit fünf Punkten Rückstand aufs rettende Ufer absteigen (Heimspiel gegen den Tabellenfünften Darmstadt). Jaeckel will aber weiter in der Zweiten Liga spielen. Auffällig ist Jaeckels Instagram-Account: Stefan Leitl ist dort sein Follower …

Und da kommt Hertha und Leitl ins Spiel. Die blau-weiße Abwehr wird umgekrempelt. Für Jay Brooks gibt es keine Zukunft mehr und auch bei Toni Leistner sieht es plötzlich nach Abschied aus, obwohl der Klub mit dem Routinier noch im April Gespräche wegen einer Vertragsverlängerung führte. Ein neuer Innenverteidiger muss her.


