Michael Ottow ist am Sonntagabend im Alter von 57 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben. Foto:  Hertha BSC

Hertha BSC trauert um einen treuen, verdienstvollen Herthaner. Das langjährige Präsidiumsmitglied Michael Ottow verstarb am Sonntagabend im Alter von 57 Jahren nach langer schwerer Krankheit.

„Der viel zu frühe Tod unseres Präsidiumsmitglieds Michael Ottow ist ein großer Verlust für Hertha BSC, der weh tut. Er hat sich nicht nur über Jahrzehnte stets für unseren Verein in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt, sondern war vor allem ein toller Mensch. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau und allen Hinterbliebenen“, erklärte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer. Bereits vor einer Woche war Ex-Präsident Heinz Warneke im Alter von 89 Jahren verstorben. 

Ottow war durch und durch ein Blau-Weißer. Über 30 Jahre arbeitete er ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen und wurde überall sehr geschätzt. Ottow war lange Zeit mit viel Freude und Elan der beliebte Stadionsprecher der Hertha-Amateure, arbeitete im Vorstand der Amateurabteilung, war als Schiedsrichterbetreuer in der Bundesliga eingesetzt und seit 2005 im Präsidium vertreten. Dort wurde er wegen seiner ruhigen und zuverlässigen Art sehr geschätzt und war überaus beliebt. Ottow vertrat den Verein vor allem auch bei vielen sozialen Veranstaltungen.

Immer dabei und ganz nah dran 

Gemeinsam mit seiner Frau Barbara verpasste Ottow jahrelang kein einziger Hertha-Spiel, egal ob zu Hause oder in der Ferne. Bei beinahe sämtlichen Europacupspielen der letzten zwanzig Jahre waren die beiden als Augenzeugen dabei. Viele ihrer Sommerurlaube legten die Ottows so, dass sie die Trainingslager der Mannschaft in Österreich hautnah erleben konnten. So viel Vereinstreue ist selten.

Manfred Sangel, langjähriger Chef und Moderator des Fanradios „Hertha-Echo“, nennt Ottow einen „Herthaner mit Leib und Seele, der uns allen sehr fehlen wird.“

Noch vor wenigen Wochen, bei den Wahlen zum neuen Präsidium in der Ostkurve des Olympiastadions, wählten die Mitglieder Ottow in Abwesenheit erneut ins Präsidium. Ottow verfolgte die Versammlung wegen seiner Krankheit zu Hause am Liveticker und war von Präsident Gegenbauer erneut für das Gremium vorgeschlagen worden. Das war ein starkes Signal in schweren Zeiten unter dem Motto: „Wir Herthaner halten zusammen“.

Nun hat Ottow den lange geführten Kampf gegen seine tückische Krankheit verloren.