Heinz Warneke leitete die Geschicke von Hertha BSC von 1972 bis 74 als Vereinspräsident. Foto: imago images/Camera4

Hertha BSC trauert um Ex-Präsident Heinz Warneke. Im Alter von 89 Jahren starb der Retter des Klubs nach einer kurzen, schweren Krankheit. 1972 bewahrte der gebürtige Bremer die Blau-Weißen vor dem Konkurs.

Nach dem Bundesliga-Skandal 1971 war der Verein in erheblicher finanzieller Schieflage. Rund 6,6 Millionen D-Mark Schulden hatten sich angehäuft. In dieser Zeit übernahm Warneke, der gleichzeitig Chef der Deutschland Halle war, das schwere Amt als Klub-Boss.

Warnekes wichtigste Amtshandlung: Er verhandelte mit dem Senat über den Verkauf des Stadions Plumpe am Gesundbrunnen, dass seit 1963 nicht mehr für den Spielbetrieb des Profiteams genutzt wurde. Auf einer Mitgliederversammlung stellte er die Herthaner vor die Wahl: „Wenn wir nicht verkaufen, gehen wir in Konkurs.“ Mit einer Drei-Viertelmehrheit stimmten die Mitglieder zu. Warneke war ein solider Sanierer des Klubs. Als es dem Verein in der Bundesliga wieder sportlich besser ging, trat Warneke im September 1974 als Präsident ab.

Doch seine blau-weiße Liebe blieb immer. Von 1996 bis 2010 war er Mitglied des Aufsichtsrats. Seine besonnene Art und seine klaren Analysen schätzten alle im Verein. Jetzt werden seine Ideen und Ratschläge fehlen.