Es ist die spannendste Frage im Trainingslager von Hertha BSC in Spanien: Wie steht es um Fabian Reese (27)? Welche Fortschritte macht der Flügelflitzer? Wann ist er endlich zurück auf dem Platz? Sich von außen ein Bild zu machen, ist die eine Sache und meist mehr von Hoffnung als von Realität geleitet. Klarer wird die Sache, wenn Reese selbst Auskunft gibt.
Vor dem Abflug nach Spanien trainierte Herthas bester Mann noch individuell, im Camp in Benalup-Casas Viejas in der Nähe von Cadiz ist er schon einen Schritt weiter. Reese übt zwar teilweise immer noch allein, aber er absolviert auch schon eine Einheit mit der Mannschaft. Doch von einem Comeback ist er immer noch weit entfernt: „Ich schaue morgens mit Trainer Cristian Fiel und den Physios, wie der Fuß aussieht, was ich mir zutraue.“
„Ein Zeitplan macht nur Druck“
Heißt: Bis zur vollständigen Genesung braucht er weiterhin Geduld. Für seinen zweiten Comeback-Versuch nach seiner Fuß-OP will er sich nicht unter Druck setzen. Bei dieser Aussage müssen Hertha-Fans jetzt tapfer sein: „Ich weiß nicht, wie es in zwei Tagen, wie es nächste Woche oder in ein paar Monaten aussieht. Mit einem Zeitplan hat man diesen Druck im Kopf, das Ziel zu erreichen oder zu unterbieten. Oder wenn es doch länger braucht, sich fertigzumachen.“ Sein Versprechen: „Ich versuche, bestmöglich zu arbeiten, um die Chance zu erhöhen, dass mein Körper schnellstmöglich wieder gesund wird.“
Ärzte geben Reeses Pensum vor

Beim Blick nach vorn schweift Reese dann doch noch mal ab und blickt zurück auf seine Leidenszeit, die Ende November mit ein paar Kurzeinsätzen schon beendet schien. Doch dann meldete sich wieder der Fuß. Reese: „Die Situation war nicht rosig, ich möchte und kann dem Team helfen, aber ich habe auch Schmerzen und ich hoffe, sie werden nicht mehr. Dann abzuwägen, ich gehe trotzdem raus, war eine schwierige Entscheidung, die ich wohl oder übel treffen musste, weil es nicht mehr ging.“


