Das erste Aufstiegsfinale

Fünf Gründe für einen Hertha-Sieg in Paderborn

Hertha BSC muss Sonntag (13.30 Uhr) beim SC Paderborn gewinnen und einiges spricht dafür.

Author - Wolfgang Heise
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Vor 13 Monaten gewann Hertha BSC 2:1 in Paderborn. Michal Cuisance schoss den Siegtreffer.
Vor 13 Monaten gewann Hertha BSC 2:1 in Paderborn. Michal Cuisance schoss den Siegtreffer.IMAGO/Ulrich Hufnagel

Hertha BSC ist zum Siegen verdammt. Sonntag (13.30 Uhr) steigt das erste Endspiel im Aufstiegsrennen beim Konkurrenten SC Paderborn. Für viele blau-weiße Fans ist der Traum von der Bundesliga nach dem 2:3 gegen Hannover ausgeträumt, doch da geht noch was. Der KURIER nennt fünf Gründe für einen Sieg.

Die gute Diva Hertha

Vor drei Wochen hatte nach drei Unentschieden zum Rückrundenstart fast keiner mehr an die Blau-Weißen geglaubt. Viele rechnete mit einer Niederlage bei der SV Elversberg. Die Diva Hertha zeigte ihr gutes Gesicht, machte das Gegenteil. Klares 3:0! Danach eine weitere Leistungssteigerung beim bitteren Pokals-Aus gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.). Dann ging nicht viel beim 2:3 gegen Hannover 96. Zu müde im Kopf und in den Beinen. Jetzt sollte gegen Paderborn wieder die Frische da sein.

Die Auswärtsstärke

Hertha BSC in der Auswärtstabelle das drittbeste Team. 18 Zähler in zehn Partien geholt, das macht einen Schnitt von 1,8 Punkte pro Spiel. Nur Elversberg und Hannover (1,83) sind einen Tick besser. Hertha gewann die Hälfte aller Auswärtsspiele. Die letzte Auswärtsniederlage gab es im Oktober 2025 beim 2:3 in Bochum.

Gute Bilanz in Paderborn

Die Blau-Weißen spielten bisher nur sechsmal beim SC Paderborn. Die Bilanz ist stark: Vier Siege und nur zwei Niederlagen bei den Ostwestfalen. Die letzten drei Auswärtspartien gewann Hertha alle (2019/20 ein 2:1, 2023/24 ein 3:2 und vergangene Saison ein 2:1). Also: Klein machen gilt nicht. Sieht auch Trainer Stefan leitl so: „Paderborn ist eine Herausforderung für uns. Aber wir sind auch eine Herausforderung für Paderborn.“

Hertha-Trainer Stefan Leitl will die letzte Chance auf den Aufstieg mit einem Sieg in Paderborn ergreifen.
Hertha-Trainer Stefan Leitl will die letzte Chance auf den Aufstieg mit einem Sieg in Paderborn ergreifen.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Ungebrochener Glaube

Direkt nach dem herben Dämpfer gegen Hannover blieben die Spieler optimistisch und schworen sich auf das Saisonziel ein. Paul Seguin: „Wir haben es immer noch selbst in der Hand und werden bis zum Ende daran glauben.“ Auch Leitl erklärt: „Wir sind in der Lage, eine Serie zu starten. Mein Empfinden ist, dass wir deutlich besser Fußball spielen als in der Hinrunde. Ich bin davon überzeugt, dass sich das irgendwann auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Wir sind der Jäger.“

Torwart Tjark Ernst

„Wir müssen erstmal hinten die Null halten, dann können wir auch Spiele gewinnen“, sagt Leitl. Hauptgarant dafür ist Torwart Tjark Ernst, der eine Topsaison mit Glanzparaden am Fließband abliefert. Zehn Spiele ohne Gegentor ist der Spitzenwert in der Zweiten Liga. Sechs davon auswärts. Wenn Ernst in Paderborn wieder einen Sahnetag erwischt, ist ein Dreier drin.