Hertha BSC

Torwart Ernst verrät, welcher Ex-Hertha-Profi ihm Feyenoord empfahl

Das sagte Hertha-Torwart Tjark Ernst nach seiner Unterschrift bei Feyenoord Rotterdam. Es gab dicke Überraschung.

Author - Wolfgang Heise
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Hertha-Torwart Tjark Ernst trägt jetzt das Trikot von Feyenoord Rotterdam. Ein riesiger Karrieresprung für den jungen Keeper.
Hertha-Torwart Tjark Ernst trägt jetzt das Trikot von Feyenoord Rotterdam. Ein riesiger Karrieresprung für den jungen Keeper.Feyenoord Rotterdam

Seit Donnerstag ist es offiziell: Torwart Tjark Ernst (23) wechselt von Hertha BSC für 5 Millionen Euro Ablöse zu Feyenoord Rotterdam, unterschrieb einen Vier-Jahres-Vertrag.  Zweite Liga ade, Ernst spielt nächste Saison  für Hollands Vizemeister in der Champions League. Was für ein Karrieresprung für den Keeper. Was Ernst bei seiner Vorstellung erzählte, ist eine dicke Überraschung. Ausgerechnet ein Ex-Herthaner riet ihm zum Wechsel in die Hafenstadt.

Ex-Hertha-Profi Boetius machte Ernst heiß auf Feyenoord

„Ich habe auch mit Jean Paul Boetius gesprochen. Er hat mir viele gute Dinge  von den Fans und dem Stadion erzählt“, erklärte Ernst beim Vereinsinterview. Mittelfeldspieler Boetius spielte in der Saison 2022/23 bei Hertha. Damals war Ernst noch Ersatzkeeper bei den Blau-Weißen, hatte aber einen guten Kontakt zum Holländer. Boetius (32) ist gebürtiger Rotterdamer und wurde bei Feyenoord ausgebildet.

Ist doch klar, dass Boetius alles dransetzte, damit sein Heimatklub das Rennen um Ernst gewinnt. Für den jungen Keeper beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung: Im legendären Stadion De Kuip mit den heißblütigen Fans steht er sofort im Fokus. Schon am Sonnabend.

Bei Feyenoord Rotterdam werden neue Spieler mit dem Helikopter ins Stadion De Kuip geflogen. Sonnabend landet Torwart Tjark Ernst dort.
Bei Feyenoord Rotterdam werden neue Spieler mit dem Helikopter ins Stadion De Kuip geflogen. Sonnabend landet Torwart Tjark Ernst dort.IMAGO/ANP

Sonnabend fliegt Ernst mit dem Hubschrauber ins Stadion

Denn Feyenoord hat eine ganz spezielle Tradition, Neuzugänge den Fans zu präsentieren. Sie werden mit dem Helikopter auf den Rasen der Arena eingeflogen. Ernst: „Ich  freue mich riesig darauf, am Samstag mit dem Hubschrauber im De Kuip-Stadion zu landen und die Fans zum ersten Mal zu treffen. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Herthas Überflieger der vergangenen drei Jahre setzt zum nächsten Höhenflug an. „Es ist wunderbar, mich nun Feyenoord-Spieler nennen zu dürfen. Es hat sich von den ersten Gesprächen an richtig angefühlt. Der Verein hat große Ambitionen, und das passt mir. Nach drei Jahren in der 2. Bundesliga fühle ich mich bereit für einen solchen Wechsel. Zum ersten Mal außerhalb Deutschlands wechsle ich zu einem großen Verein, der jedes Jahr international spielt und nächste Saison wieder in der Champions League antritt“, sagt Ernst.

Kein Hertha-Fan nimmt Tjark Ernst diesen Wechsel übel. Es ist die Chance seines Lebens. Der junge Torwart hat sich auch außerhalb des Platzes immer professionell verhalten und wurde auf dem Rasen immer besser.

Vergangenen Sonnabend machte Torwart Tjark Ernst bei 3:1-Test bei Lok Leipzig sei letztes Spiel für Hertha BSC.
Vergangenen Sonnabend machte Torwart Tjark Ernst bei 3:1-Test bei Lok Leipzig sei letztes Spiel für Hertha BSC.IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Jan Kaefer

Ernst: „Bei Hertha bin ich zum Mann geworden, danke!“

Ernst geht trotzdem auch mit einem kleinen weinenden Auge Richtung blau-weißer Fans und sagt: „Es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen. Leicht fällt es mir nicht, denn ich hatte hier vier unfassbar tolle Jahre! Wenn ich zurückdenke, als ich mich als 19-jähriger Junge mit gepackten Koffern auf den Weg nach Berlin gemacht habe: Das erste Mal raus von zu Hause, alleine, in eine Großstadt zu einem großen Verein. Ich habe mich aber von Anfang an im Verein und in der Stadt zu Hause gefühlt.“

Er sagt: „Wenn ich jetzt zurückblicke, verlasse ich Berlin vier Jahre später, mit unfassbar vielen schönen Erinnerungen. Ich verlasse Berlin als erwachsener Mann, denn die Zeit hat mich als Persönlichkeit reifen lassen und zu dem gemacht, der ich heute bin. Ich bin extrem dankbar für die Zeit, die vielen Menschen, denen ich in Berlin begegnet bin – ob Trainer, Mitspieler oder Mitarbeitende und die Zuneigung von euch Fans!“