Jetzt ist er wieder voll da. Mittelfeldspieler Leon Jensen (28) steht vor seinem Comeback bei Hertha BSC. Sonntag (13.30 Uhr) beim Auswärtsspiel beim SC Paderborn ist er im Kader. Die Leidenszeit ist endlich vorbei.
Hertha-Pechvogel Jensen litt viereinhalb Monate
Mittwoch war Spaßvogel Jensen wieder voll in seinem Element. Beim Training gewann er das kleine Mannschaftsturnier mit seinem Team, posierte lächelnd auf einem Siegerfoto. Lange Zeit hatte er gar nichts zu lachen.
Der Sohn des früheren Fußballprofis Martino Gatti kam im Sommer 2025 zurück vom Karlsruher SC zu Hertha BSC. Er kündigte damals mit Humor an: „Ich bin ein kleiner Giftzwerg.“ Kein leerer Spruch. Der 1,75-Meter-Mann legte mit seiner dynamischen und zweikampfstarken Spielart eine Top-Saisonvorbereitung hin. Und war sofort erste Wahl. Beim Saisonstart machte er sieben Spiele, davon fünfmal in der Startelf.

Dann passierte Anfang Oktober das Unglück: Beim Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster zog er sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel mit Sehnenanriss im Adduktorenbereich zu. Eine bittere Pause mit Schweißarbeit in der Reha begann. Im Dezember dachte Jensen, dass alles wieder okay ist. Doch es folgte wieder ein leichter Muskelfaserriss.
Im Portugal-Trainingscamp im Januar war er mit dabei, doch das volle Teamtraining konnte er da noch nicht mitmachen. Zurück aus Portugal lag er ein paar Tage mit Grippe flach. Noch mal ein kleiner Rückschlag.
Jensen ist wieder vollständig im Hertha-Training
Seit 16 Tagen kann der Mittelfeldwühler endlich wieder voll trainieren. Stefan Leitl blieb vorsichtig bei Jensens Comeback, vor dem Spiel in Elversberg sagte der Trainer: „Leon wird noch nicht im Kader stehen, weil wir die Trainingseinheiten noch kürzer gestaltet haben. Ich glaube, dass Leon noch ein paar Tage braucht. Das Wochenende soll er noch mal nutzen, um sich noch mehr in Form zu bringen. Dann plane ich schon im Pokalspiel mit ihm im Kader.“

Beim Pokalfight gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.) saß er dann zumindest schon mal als Backup auf der Bank. Gegen Hannover (2:3) bekamen Jeremy Dudziak und Kevin Sessa als Mittelfeldjoker den Vorzug.


