Hertha BSC

Eichhorn-Schock: Jetzt muss Sessa zeigen, was er draufhat

Wunderkind Kennet Eichhorn fällt mit Knöchelverletzung aus, jetzt kehrt Kevin Sessa in die Startelf zurück.

Author - Wolfgang Heise
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Auf Herthas Kevin Sessa wartet jetzt der Härtetest gegen den Karlsruher SC.
Auf Herthas Kevin Sessa wartet jetzt der Härtetest gegen den Karlsruher SC.Engler/nordphoto/imago

Es geht schon wieder los. Bei Hertha BSC wird das Lazarett zum Rückrundenstart wieder größer. Nach dem 0:0 gegen Schalke sind Maurice Krattenmacher (20) und Kennet Eichhorn (16) kaputt. Ausgerechnet das Wunderkind fehlt bei der Auswärtspartie in Karlsruhe am Sonnabend (13 Uhr). Die Personalnot im Mittelfeld ist groß. Jetzt muss Kevin Sessa zeigen, was er draufhat.

Eichhorn hat es am Sprunggelenk erwischt

Eichhorn humpelte vergangenen Sonnabend gegen Schalke in der 88. Minute vom Platz, er hatte einen Schlag auf den linken Knöchel bekommen. Alle dachten, es sei nicht ganz so schlimm. Doch das war ein Irrtum. Es ist eine hartnäckige Sprunggelenkverletzung. Noch ist nicht klar, wie lange das Supertalent ausfallen wird.

Herthas Kennet Eichhorn wurde nach seiner Auswechslung gegen Schalke am linken Knöchel behandelt.
Herthas Kennet Eichhorn wurde nach seiner Auswechslung gegen Schalke am linken Knöchel behandelt.Engler/nordphoto/imago

Das ist ein herber Schlag. Denn Trainer Stefan Leitl baut im Mittelfeld auf den Youngster. Jetzt braucht der Coach einen neuen Mann neben dem Mittelfeldstrategen Paul Seguin. Eigentlich ist es Diego Demme, doch der ist noch immer erkrankt (wieder Schwindelgefühle und Erkältung). Leon Jensen wäre die nächste Alternative, doch der ist nach einem komplizierten Muskelfaserriss im Oberschenkel noch immer im Aufbautraining.

Kevin Sessa ist der neue Sechser im Mittelfeld

Die Wahl fällt jetzt auf Kevin Sessa, er ersetzte Eichhorn gegen Schalke schon in den Schlussminuten. Für Sessa wird es jetzt die Bewährungsprobe. Der Deutsch-Argentinier, der vor anderthalb Jahren vom Bundesligisten FC Heidenheim zu Hertha wechselte, konnte sich bisher nicht als Stammspieler behaupten.

Kevin Sessa kämpft seit anderthalb Jahren um einen Stammplatz bei Hertha BSC. Sonnabend steht er beim Auswärtsspiel in Karlsruhe in der Startelf.
Kevin Sessa kämpft seit anderthalb Jahren um einen Stammplatz bei Hertha BSC. Sonnabend steht er beim Auswärtsspiel in Karlsruhe in der Startelf.Engler/nordphoto/imago

Nur elfmal stand der Mittelfeldspieler bisher in der Startelf, dazu 17 Joker-Einsätze. Vergangene Saison warfen ihn erst eine Knieverletzung und zwei Muskelfaserrisse zurück und in dieser Spielzeit kam er gerade mal auf 101 Einsatzminuten in der Zweiten Liga.

Intern steht Sessa bei Hertha schon seit Monaten auf dem Prüfstand. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist eigentlich groß. Der Ex-Heidenheimer war zunächst eher für die Offensive eingeplant, jetzt muss er als Sechser ran. Den Job hatte er schon oft übernommen, aber eben nur als eingewechselter Spieler. Gegen den KSC muss er jetzt 90 Minuten den Staubsauger und Passgeber spielen.