Hertha BSC

Dudziak geht nach Peking, zwei Deutsche fädelten den Deal ein

Hertha-Pechvogel Jeremy Dudziak unterschreibt bei Peking Guoan. Der Chefscout des Klubs holte ihn 2023 in die Türkei und da passierte ein Drama.

Author - Wolfgang Heise
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Jeremy Dudziak musste lange wegen einer Hüft-OP pausieren. Doch er schaffte bei Hertha BSC das Comeback. Jetzt wechselt er zu Peking Guoan.
Jeremy Dudziak musste lange wegen einer Hüft-OP pausieren. Doch er schaffte bei Hertha BSC das Comeback. Jetzt wechselt er zu Peking Guoan.Imago/Steinsiek/FINLEY MÖRCH

Ganz weit weg und ab ins Abenteuer. Ex-Herthaner Jeremy Dudziak (30) wagt den Sprung nach China. Der blau-weiße Pechvogel unterschreibt bei Peking Guoan. Dudziak hatte schon lange mit einer Station im fernen Osten geliebäugelt. Jetzt erfüllt er sich den Traum.

Nach Hüft-OP gab es ein Comeback, aber keine Chance

Hertha hatte den Vertrag des deutsch-tunesischen Edeltechnikers nicht mehr verlängert. Lange musste Dudziak wegen einer komplizierten Hüft-OP im Januar 2025 um seine Karriere zittern. Vergangene Saison war er zunächst nur noch Probespieler, bevor er einen neuen Vertrag im Oktober 2025 bekam. Am Saisonende trennten sich die Wege, obwohl Dudziak in der Rückrunde in zehn Spielen noch mal gezeigt hat, was in ihm steckt. Er traf einmal und bereitete zwei Treffer vor.

Zwei Deutsche stellen Guoan-Team zusammen

Jetzt war er drei Wochen auf Jobsuche und hat endlich Sicherheit bei Peking Guoan. Der Erstligist ist in der Branche nicht unbekannt. Er hat Kooperationen mit Real Madrid und Ajax Amsterdam. Seit vergangenen Januar hat Guoan einen neuen Sportdirektor. Es ist der Deutsche Matthias Brosamer (43), der vorher beim FC Bayern und VfB Stuttgart gearbeitet hat. Der verpflichtete jetzt den Kaderplaner Tolgahan Kilit (38).

Für Dudziak ein Glücksfall. Denn Kilit kennt ihn seit Jahren. Als er vor dreieinhalb Jahren Kaderplaner beim türkischen Klub Hatayspor war, lotste er Dudziak in die Türkei. Doch dieser Wechsel endete damals im Drama.

Im Februar 2023 verwüstete ein Erdbeben die türkische Stadt Antakya. Jeremy Dudziak erlebte die Katastrophe mit.
Im Februar 2023 verwüstete ein Erdbeben die türkische Stadt Antakya. Jeremy Dudziak erlebte die Katastrophe mit.Diego Cupolo/Imago

Kaderplaner Kilit lotste Dudziak 2023 in die Türkei

Kurz nach Dudziaks Verpflichtung im Januar 2023, gab es das Erdbeben in der Türkei. Das Epizentrum war in der Stadt Antakya, dort wo Hatayspor spielte. Beim Klub starben der ghanaische Nationalspieler Christian Atsu und auch Sportdirektor Taner Savut. Hatayspor stellte damals den Spielbetrieb ein.

Dudziak war danach traumatisiert und flüchtete zurück nach Deutschland. Kilit verließ den Klub 2024 und nahm einen Job als Scout bei der Jugendabteilung des VfB Stuttgart an. Im Februar 2026 ging er dann zu Peking Guoan. Jetzt sind zwei Menschen wieder vereint, die ein gemeinsames Schicksal erlebt haben.