Endlich, jetzt spielt er wieder im blau-weißen Trikot. Boris „Bobo“ Mamuzah Lum (18) machte nach der U19-EM seinen ersten Kick für Hertha BSC. 45 Minuten war der Mittelfeldspieler beim 1:1-Test gegen Afrikas Champions-League Sieger Mamelodi Sundowns FC auf dem Rasen. Er ist die große Hoffnung bei Hertha BSC. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine des jungen Teams.
Bobo Mamuzah Lum: „Ich fühle mich topfit“
Im Interview bei Herthabsc.de gibt sich der fleißige Mamuzah Lum optimistisch. Erst die EM, Vize-Europameister, nur ein paar Tage Urlaub und dann sofort mit ins Trainingslager nach Kitzbühel, obwohl er sich erst Ende April am Knie verletzt hatte. Der defensive Mittelfeldspieler zieht sein Ding durch: „Ich fühle mich topfit, es geht mir super. Auch mit der Intensität im Training komme ich sehr gut klar, es ist alles gut.“
Er ist ein Stehauf-Männchen, das sich von nichts unterkriegen lässt. Vergangene Saison stand er im Schatten von Wunderkind Kennet Eichhorn, der im Juni zu Bayer Leverkusen gewechselt ist. Mamuzah Lum ließ sich unterkriegen. Selbst seine Knieverletzung im April steckte er mental weg.
Knallharter Reha-Kampf für die EM
„Ich wusste, dass es mit der EM recht knapp werden würde. Aber dann habe ich mit Christian Wörns (U19-Trainer des DFB, Anm. d. Red.) telefoniert – er hat mir direkt gesagt, dass ich fit werden soll und er mich auf jeden Fall mitnehmen würde. Das war dann das große Ziel, das mich in acht Wochen Reha angetrieben hat“, sagt der gebürtige Berliner. Hat sich gelohnt: Jetzt ist er Vize-Europameister und hat jede Menge Erfahrung bei dem Turnier in Wales gesammelt.

Mamuzah Lum kämpft für seinen Durchbruch
Mamuzah Lum kam jetzt mit dem Extra-Selbstbewusstsein zurück zu Hertha und sagt: „Die EM-Teilnahme hat sehr viel Spaß gemacht hat und gleichzeitig einen enormen Ansporn darstellt, irgendwann auch einmal für die A-Nationalmannschaft bei einer EM oder WM zu spielen! Auf so einer großen Bühne wie einem Halbfinale oder einem Finale auftreten zu dürfen, fühlt sich schon anders an als ein Ligaspiel.“
Doch jetzt ist erst mal Hertha und die Zweite Liga angesagt. Mamuzah Lum tut alles, damit er in diesem Jahr Stammspieler wird: „Gegen den Ball bin ich schon recht gut, dort liegen meine größten Stärken. Mit dem Ball kann ich noch ruhiger werden. Ich will so oft wie möglich auf dem Platz stehen, möglichst gut spielen, den Durchbruch schaffen und Stammspieler bei Hertha BSC werden.“



