Der Aufstieg ist für Hertha BSC seit einer Woche, seit dieser 2:5-Blamage in Paderborn, abgehakt. Es waren für den ehrgeizigen Trainer Stefan Leitl wohl die schlimmsten Tage, seit er bei den Blau-Weißen ist. Einige stellten schon seinen Job in Frage. Doch für Leitl war das nicht von Bedeutung. Für ihn stellte sich die Frage: Kommt die Mannschaft aus dem Stimmungstief wieder heraus?
Leitl hat diese Energie-Leistung nicht erwartet
Die Spieler taten es. Dieser 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg war nicht nur eine Wiedergutmachung für die Fans. Es war viel mehr. Es war ein Sieg für den Trainer. Die Mannschaft schenkt die Restsaison nicht her, denn sie will weiter mit Leitl zusammenarbeiten. Der Wille und Trotz war da, auch wenn es kein Spiel für Fußballästheten war.
Leitl hat seine spezielle Art, sich zu bedanken. Er tat es nach dem Abpfiff: „Nach dieser Woche, das muss ich schon gestehen, hatte ich diese Leistung speziell in der ersten Halbzeit nicht erwartet. Kompliment an die Jungs, weil wir schon einen Rucksack hatten.“

Auch der maximale Schlag in die Magengrube, dieses 1:1 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, änderte nichts daran. Leitl: „Ich muss jetzt nicht erzählen, was das mit einer Mannschaft macht, die eine Woche zuvor so einen auf den Deckel bekommen hat. Die Reaktion war energetisch, nicht fußballerisch, nicht spielerisch, absolut top. Die Jungs haben gegen Widerstände angekämpft.“


