Hat nach einem Spiel Pause wieder Kraft getankt: Vladimir Darida (30) soll Herthas Spiel in Freiburg ankurbeln.  Foto: Imago Images

Noch einmal volle Pulle! Herthas Mittefeldmotor Vladimir Darida (30) tankte Kraft und soll mit frischer Power Herthas Spiel an seiner alten Wirkungsstätte in Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr) wieder ankurbeln. Wie wichtig der Tscheche für die Blau-Weißen ist, unterstreicht Trainer Bruno Labbadia.

„Er ist nicht nur ein Ballschlepper“, sagt Labbadia und erklärt: „Vladi ist permanent unterwegs und jemand, der auch ohne Ball mit wichtigen Läufen in die Tiefe viel bewirkt. Deswegen hat er auch die Pause gebraucht.“

Wie sehr Darida Hertha beim Grusel-Kick gegen Mainz (0:0) fehlte, wurde allen Zuschauern schmerzhaft vor Augen geführt: Kaum Bewegung in der Offensive, kein einziger Schuss aufs Tor. Damit die blau-weiße Weihnachtszeit besinnlich und nicht bedenklich wird, fordert Labbadia für das Duell im Breisgau mehr Zielstrebigkeit im Angriffsspiel. Und dabei soll Darida helfen.

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Dabei schien der Dauerläufer (spult durchschnittlich mehr als 11 Kilometer pro Spiel ab) bei Hertha schon ein Auslaufmodell zu sein. Nach seiner Seuchensaison 2018/2019, in der ihm das Knie und der Oberschenkel Probleme bereiteten, galt Darida sogar als Verkaufskandidat.

Keine Kraft mehr: Vladimir Darida bereitete in Gladbach (1:1) die Hertha-Führung vor, wurde danach aber von Trainer Bruno Labbadia ausgewechselt. 
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Doch Darida dachte nicht an Abschied, kämpfte sich zurück und war in der vergangenen chaotischen Saison unter allen vier Trainern der konstanteste Herthaner. Zur Belohnung verlängerte Michael Preetz im September dessen 2021 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre. „Mit seinen spielerischen Fähigkeiten und seinem großen Willen wird er unser Spiel weiterhin prägen“ lobte Herthas Manager.

Weil es genauso kam und der Nationalspieler in dieser Saison jedes Spiel in der Startelf stand, dazu für sechs von sieben Partien für sein Heimatland bestritt, war Darida einfach platt. „Dass ihm ein paar Körner fehlten, war schon in Mönchengladbach (1:1, d. Red.) zu sehen. Wegen seiner Qualitäten haben wir ihn dort gebraucht und Lucas Tousart draußen gelassen. Er war zwar weiterhin unterwegs, aber er kam nicht mehr dorthin, wo er seine Stärken zeigen kann“, erklärt Labbadia.

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Genau die soll Darida nach kurzer Verschnaufpause am Sonntag an alter Wirkungsstätte (2013 bis 2015) wieder einbringen. „Es wird ein intensives, aber offeneres Spiel. Wir brauchen mehr Bewegung, mehr Tiefe in unserem Spiel“, fordert Labbadia und baut dabei auf Darida: „Die Pause hat ihm gutgetan.“