Lernt fleißig Deutsch, braucht aber noch einen Dolmetscher: Herthas Mittelfeldmann Lucas Tousart (23). Foto:  City-Press

Dit looft noch nich! Im Derby gegen den 1. FC Union und Robert Andrichs Kung-Fu-Tritt kam Lucas Tousart (23) mit dem Schrecken davon. Doch so richtig angekommen ist Herthas Rekordtransfer noch nicht. Cheftrainer Bruno Labbadia verrät, dass den Franzosen vor allem noch die Sprache bremst.

„Er lernt fleißig und will das unbedingt. Er muss sich aber davon freimachen, dass es von heute auf morgen geht“, sagt Labbadia über Tousarts Deutschkenntnisse.

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Im Derby musste Tousart nach 45 Minuten runter. Nicht, weil die Andrich-Attacke ihm weiter Schmerzen bereitete, sondern weil Labbadia das Flügelspiel beleben wollte, was auch funktionierte. „Das waren wie bei Vladi (Darida, d. Red.) rein taktische Gründe“, erklärt der Trainer.

Mehr Körpersprache

Beim Derbysieg gegen den 1. FC Union spielte Herthas 25-Millionen-Einkauf Lucas Tousart nur eine Halbzeit. 
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Dass der Mittelfeldmann die hohen Erwartungen nach seinem 25-Millionen-Transfer aus Lyon noch nicht ganz erfüllt hat, lag auch an seiner Knieverletzung, die ihn drei Spiele außer Gefecht setzte. „Wir dachten schon, es sei etwas Schlimmeres, und sind froh, dass er wieder normal trainieren und spielen kann“, berichtet Labbadia. Zum anderen Teil aber eben auch an der Kommunikation. „Mein Gefühl ist, dass es für ihn ein Hindernis ist, dass er die Sprache noch nicht so gut kann“, erklärt Labbadia.

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Im Training sauge Tousart alles auf – und setzt sich selbst sehr unter Druck. „Er hat höchste Erwartungen an sich selbst, ist unglaublich professionell“, lobt Labbadia und verrät: „Für längere Gespräche ziehen wir einen Dolmetscher dazu. Das war auch sein Wunsch.“

Druck baut Labbadia keinen auf: „Wir wissen, wenn man einen Spieler aus dem Ausland holt, kann das dauern. Das hat nichts mit der Ablösesumme zu tun. Wir hoffen, dass er nach der Verletzung wieder Fuß fasst.“

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Damit das gelingt, rät Labbadia Tousart, noch mehr Präsenz über die Körpersprache auszustrahlen. „Ich habe ihm gesagt, dass es auf dem Platz auch nonverbal geht. Da muss er hinkommen.“