Es hätte so schön für Jay Brooks (32) werden können. Nach 19 Monaten Verletzungspause und Bangen um die Karriere endlich sein Comeback bei Hertha BSC im Olympiastadion. Doch der Verteidiger-Hüne erlebte beim 1:1 gegen VfL Bochum innerhalb von zwei Minuten eine ganz bittere Rückkehr. In diesen zwei Minuten verlor Hertha den Sieg.
Brooks kommt und Hertha kassiert das 1:1
In der 89. Minute wurde Brooks als dritter Innenverteidiger und Abwehrchef für Flügelstürmer Josip Brekalo eingewechselt. Der ehemalige USA-Nationalspieler sollte hinten als Turm in der Schlacht alles absichern. Der 1,94-Meter-Mann dirigierte seine Mitspieler sofort, er machte keinen Fehler.
Dann diese Ecke, bei der Michael Cuisance zu spät an Bochums Torschützen Leandro Morgalla dran war und aus dem erhofften 1:0-Heimsieg wurde ein 1:1, was sich anfühlte wie eine Niederlage. Für Brooks war das Comeback versaut.

Dabei kann er sich trotzdem als persönlicher Sieger fühlen. Der Verteidiger hat gegen sein eigenes Unglück angekämpft und gewonnen. In der Sommertransferperiode 2024 kam er nach acht Jahren und Stationen beim VfL Wolfsburg, Benfica Lissabon und TSG Hoffenheim zurück zu Hertha. Zwei Tage später knickte brutal im Training um, sein rechter Fuß ausgerenkt. Der Gelenkapparat im rechten Knöchel war kaputt.
Brooks renkte sich Fuß aus, das lange Leiden begann
Die ganze Saison 2024/25 fiel er aus. Er kämpfte um seine Karriere und es gab immer wieder Rückschläge – im Sommer 2025 kam noch ein Muskelfaserriss in der Wade hinzu. Den letzten Dämpfer gab es dann im November 2025, als er wieder Schmerzen hatte und im Training pausieren musste.

Damals sagte Trainer Stefan Leitl: „Letztendlich und dann muss Jay entscheiden und kommunizieren, wann und wie er wieder zurückkommt. Er bekommt nach wie vor maximale Unterstützung von uns. Wir hoffen, dass er zurückkommt, weil er ein Spieler mit einer Qualität ist, die man sonst nicht so in der Zweiten Liga findet.“



