Das war es dann endgültig mit dem Aufstieg für Hertha BSC. Den Sieg beim 1:1 gegen den VfL Bochum verschenkt. Nicht das erste Mal in dieser Saison. Es war das vierte Spiel, in dem eine Führung nicht bis zum Schlusspfiff gehalten wurde. Vier Remis, statt vier Siege, acht Zähler verloren. Nur 41 statt 49 Punkte und damit Platz 2 und alle Aufstiegsträume verdödelt.
Im Dezember begann Herthas Unheil
Das ist kein Unglück, das ist mangelnde Konzentration, die nicht über 90 Minuten oder mehr aufrechgehalten wird. Das seltsame Phämonen fing nach der Siegesserie kurz vor Weihnachten an: Am 12. Dezember 2025 führten die Blau-Weißen bei Abstiegskandidat Fürth zweimal (2:1 und 3:2) und kassierten das 3:3.

Eine Woche später schaffte es Hertha nicht ein 1:0 gegen Arminia Bielefeld zu halten – Gegentor in der Nachspielzeit zum 1:1 mit nur zehn Mann, weil Leistner ein Witz-Rot bekam.
Das Problem wurde auch nicht nach der Winterpause behoben. Es verschlimmerte sich sogar noch. Am 1. Februar reichte nicht mal eine frühe 2:0-Führung gegen SV Darmstadt 98, das Heimspiel endete 2:2. Jetzt dieses 1:1 wieder in der Nachspielzeit gegen Bochum.
Lag es an Leitls Abwehrumstellung?
Im Internet geben viele Fans Hertha-Trainer Stefan Leitl die Schuld, weil er zwei Minuten vorher die Abwehr mit den Einwechslungen von Julian Eitschberger und Jay Brooks umgestellt hatte. Das ist blanker, wütender Unsinn! Das Tor passierte nach einer Ecke und da sind alle Spieler gefragt. In diesem Falle irrte Michael Cuisance bei der Zuordnung erst im Strafraum herum, bevor er zum langen Pfosten ging – und da war sein Gegenspieler Leandro Morgalla dann wacher.

Die letzte Mini-Chance auf den Aufstieg wurde verschlafen, nicht bei dem fatalen Fehler, sondern schon vorher. Es hätte das 2:0 fallen müssen. Doch auch vorne fehlt die letzte Konzentration. Trainer Stefan Leitl: „Das ist äußerst unglücklich, in der Nachspielzeit den Ausgleich noch zu kassieren: Wir haben den Lucky Punch in der 78. Minute nach einem Ballgewinn und Umschaltsituation machen können. Aus dieser Situation müssen wir mehr Ertrag erzielen.“



