Hertha BSC

Aufstieg futsch oder geht da noch was?

Nach dem 2:2 beim Karlsruher SC herrscht bei Hertha erst mal Frust, jetzt muss ein Sieg gegen Darmstadt her, sonst wird es nichts mehr mit dem Aufstieg.

Author - Wolfgang Heise
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Kapitän Fabian Reese wollte mit Hertha BSC den Blitzstart in der Rückrunde, doch nach dem 2:2 in Karlsruhe ist die Enttäuschung groß.
Kapitän Fabian Reese wollte mit Hertha BSC den Blitzstart in der Rückrunde, doch nach dem 2:2 in Karlsruhe ist die Enttäuschung groß.City-Press/Jan-Philipp Burmann

Die Rückrunde startet für Hertha BSC so, wie die Hinrunde geendet hat – mit zwei Unentschieden. Nach dem 0:0 gegen Schalke folgte ein 2:2 beim Karlsruher SC. Dabei wollten die Blau-Weißen zur großen Aufholjagd ansetzen. Statt sechs Punkte, nur zwei. Ist der Aufstieg schon futsch oder geht da noch was?

Leitl: „Wir holen zu wenig Punkte“

Hertha-Trainer Stefan Leitl war nach dem 2:2 in Karlsruhe genauso zerknirscht wie seine Spieler.
Hertha-Trainer Stefan Leitl war nach dem 2:2 in Karlsruhe genauso zerknirscht wie seine Spieler.City-Press/Jan-Philipp Burmann

Trainer Stefan Leitl schätzt die Lage realistisch ein: „Wir holen zu wenig Punkte. Mit dem Punkt in Karlsruhe kann ich nicht so viel anfangen. Jetzt steigt natürlich der Druck in den kommenden Wochen, besonders für das Spiel gegen Darmstadt. Ich glaube aus den bisherigen zwei Rückrundenspielen kannst du sechs Punkte holen, jetzt sind es nur zwei.”

Der KURIER hatte schon in der Winterpause seine Prognose abgegeben. Die ersten sechs Spiele gegen die unmittelbaren Konkurrenten der Rückrunde sind entscheidend für den Aufstiegskampf, vier Siege sind dringend notwendig, um noch eine Chance zu haben.

In den ersten zwei Versuchen wurden Siege verschenkt, weil es vorne mit dem Toreschießen zu wenig klappte. In Karlsruhe waren die Blau-Weißen zwar in der zweiten Halbzeit überlegen, doch sie lagen 1:2 im Rückstand. Zu viele Chancen wurden verballert. Erst Joker Jeremy Dudziak rettete mit seinem Tor in der 79. Minute dann immerhin einen Punkt.

Stürmer Luca Schuler von Hertha BSC bei einen seinen drei Riesenchancen zum Tori in Karlsruhe.
Stürmer Luca Schuler von Hertha BSC bei einen seinen drei Riesenchancen zum Tori in Karlsruhe.City-Press/Jan-Philipp Burmann

Jetzt hat Hertha nächsten Sonntag gegen Darmstadt, in Elversberg (7. Februar), gegen Hannover (14. Februar) und in Paderborn (22. Februar) noch vier weitere Versuche für eine Dreier-Serie. Doch die Blau-Weißen sind im Wettbewerbsnachteil, sie müssen am 10. Februar im Pokal gegen den SC Freiburg ran.

Pokalspiel gegen Freiburg wird jetzt zur Doppellast

Eine englische Woche, die nicht nur körperlich zusetzen kann, sondern auch mental. Zur Erinnerung: Im Achtelfinale gab es eine 6:1-Gala gegen Kaiserslautern, danach folgte eine 0:2-Heimpleite gegen den 1. FC Magdeburg. Herthas Siegesserie war futsch.

Die Doppelbelastung im Februar hat auch Leitl im Kopf, deswegen wollte er unbedingt zum Rückrundenstart zwei Siege einfahren. Viele Fans unken nach dem 2:2 in Karlsruhe in den Internetforen: „Das war es mit dem Aufstieg.“ Doch ganz so düster ist es auch noch nicht.

Kapitän Reese spricht von Sechs-Punkte-Spielen

Kapitän Fabian Reese glaubt weiterhin an die Mission Bundesliga und sagt: „Jetzt müssen wir in die Verfassung kommen, um wieder kontinuierlich dreifach zu punkten – vorne die Möglichkeiten nutzen und hinten die Null halten. Wir freuen uns unfassbar auf die nächsten Aufgaben, das sind Sechs-Punkte-Spiele. Ich kann es kaum abwarten.“ Nur noch Zweckoptimismus?

Denn Reese sagt auch: „Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir diese Spiele erfolgreich gestalten. Das ist eine ganz einfache Regel. Es tut uns daher gut, im Kopf defensiv heranzugehen. Wir sollten nicht zu viel von Zielen in der Zukunft reden.“ Es muss nächsten Sonntag ein Heimsieg gegen Darmstadt her, sonst heißt die Zukunft wohl weiterhin Zweite Liga.

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