Hertha BSC

32 Jahre Regionalliga! Hertha-Bubis erobern den Dino-Doppelrekord

Hertha BSC II setzt still und leise Bestmarken. Kein anderes Team in Deutschland war seit Einführung der Regionalligen 1994 immer dabei.

Author - Wolfgang Heise
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Herthas Nachwuchsteam versammelt sich im Kreis. Nur durch Teamgeist spielt Hertha BSC II als einzige Mannschaft Deutschlands seit 32 Jahren ununterbrochen in der Regionalliga.
Herthas Nachwuchsteam versammelt sich im Kreis. Nur durch Teamgeist spielt Hertha BSC II als einzige Mannschaft Deutschlands seit 32 Jahren ununterbrochen in der Regionalliga.IMAGO/Creativ Sportpicture/Lukas Thoms

Hertha BSC und seine zwei Gesichter. Die Profis schaffen es seit drei Jahren nicht, zurück in die Bundesliga zu kommen. Und nach den Verkäufen von Kennet Eichhorn und Fabian Reese herrscht bei vielen blau-weißen Fans schon wieder Weltuntergangsstimmung. Doch da gibt es auch die U23, auch Hertha BSC II genannt. Eher unscheinbar, aber ziemlich solide. Jetzt haben die Hertha-Bubis einen Dino-Doppelrekord aufgestellt.

Nur Hertha BSC II war seit 1994 immer Regionalligist

Darum geht es: 1994 wurden die Regionalligen in Deutschland eingeführt. Der KURIER recherchierte genau nach: Nur eine einzige Mannschaft in ganz Deutschland war ununterbrochen dabei - Hertha BSC II. Kein anderer Verein, kein anderes Nachwuchsteam eines Profi-Klubs hat das geschafft. 32 Jahre, das ist eine starke Leistung und der erste Dino-Rekord. Jetzt folgt die 33. Saison.

NOFV-Regionalliga: Nur Hertha blieb als Dino übrig

Doch es geht noch weiter: 2012 gab es die zweite DFB-Reform, seitdem besteht die NOFV-Regionalliga (wurde von 2000 bis 2012 aufgelöst, Hertha spielte da in der Regionalliga Nord) wieder. Bis zur vergangenen Saison gab es nur zwei Teams, die immer dabei waren: Hertha und der ZFC Meuselwitz. Doch die Thüringer stiegen jetzt ab. Die Hertha-Bubis sind jetzt alleiniger Doppel-Dino-Rekordhalter.

Ex-Profi Änis Ben-Hatira spielt mit 37 Jahre noch immer in der Regionalliga und soll seine Erfahrung den jungen Hertha-Spielern weitergeben.
Ex-Profi Änis Ben-Hatira spielt mit 37 Jahre noch immer in der Regionalliga und soll seine Erfahrung den jungen Hertha-Spielern weitergeben.IMAGO/CF

Hertha hat es immer geschafft, seinen Nachwuchs in der Regionalliga zu halten. Es ist meistens die letzte Station für die Talente, bevor sie zum Profikader stoßen. Unzählige blau-weiße Stars spielten zuerst in diesem Team. Und nach dem finanziellen Desaster der letzten Jahre wird die Jugendakademie immer wichtiger, um Geld zu generieren. Die Supertalente Ibo Maza (20) und Kennet Eichhorn(16)  retteten zuletzt durch  ihre Verkäufe den Klub. Bayer Leverkusen überweis für beide insgesamt 22 Millionen Euro.

Die U23 wird in Zukunft noch wichtiger für Hertha

Doch was an diesen bisherigen 32 Jahren Regionalliga ganz besonders bemerkenswert ist. Ausgerechnet Nachwuchsmannschaften tun sich oft schwer, langfristig konstant zu bleiben. Jahr für Jahr verlassen Talente den Verein, neue Spieler rücken nach. Dazu gibt es meistens eine schwächere Rückrunde, weil einige Spieler im Abi-Stress sind.

Trotzdem schaffen es die Hertha-Bubis immer wieder, in Deutschlands vierthöchster Spielklasse dabei zu sein. Ohne Aufregung, aber mit viel Fleiß. Die Hertha-Akademie soll trotzdem noch besser werden. Dafür setzt sich gerade Geschäftsführer Dr. Peter Görlich ein: „Auch im Nachwuchs müssen die bestehenden Strukturen weiter verbessert und zukunftsfähig aufgestellt werden.“ Nur so können die nächsten 32 Jahre in der Regionalliga folgen...