Hertha BSC beendet die verkorkste Saison mit einer Blamage. Die Blau-Weißen verlieren 1:6 (1:0) bei Arminia Bielefeld und rutschten in der Abschlusstabelle noch auf Platz 7 ab.
Startelf-Debütant Berner vergibt Mega-Chance
Hertha trat im letzten Saisonspiel mit einer Notelf an. Viele verletzte und gesperrte Spieler. Dazu meldeten sich auch noch kurzfristig Stürmer Luca Schuler (Infekt) und Michal Karbownik (Hüftprobleme) ab.
Für den polnischen linken Außenverteidiger spielte Youngster Janne Berner. Und der hatte nach einer Minute schon diesen Riesenchance auf das 1:0. Nach einer Flanke von Julian Eitschberger war der Startelf-Debütant aber zu überrascht und stolperte den Ball neben den Pfosten.
Statt Blitzführung mussten die Blau-Weißen dann erstmal die nächsten 20 Minuten überstehen. Die abstiegsbedrohten Bielefelder stürmten nach vorne, doch vergaben alle Torchancen.

Gechter köpft für Hertha zum 1:0 ein
Hertha machte es besser: Eitschberger mit starker Flanke von rechts und Linus Gechter köpfte zum 1:0 (37.). Mit der knappen Führung ging es in die Pause. Gastgeber Bielefeld war in der Blitztabelle auf Abstiegsplatz 17 runtergeruscht.
Die Ostwestfalen mussten etwas tun und sie taten es. Joel Grodowski traf per Doppelschlag (49./59.) zum 2:1 für die Arminia. Bei beiden Gegentore wirkte die Hertha-Abwehr schläfrig. Danach ging gar nichts mehr.
Vier Gegentore in 25 Minuten
Berner musste mit Muskelverletzung in der linken Wade ausgewechselt werden (62.). Pascal Klemens leistete sich einen fatalen Fehlpass, Bielefeld konterte und Monju Momuluh traf zum 3:1 (65.). Dann durfte auch noch Bielefelds Stefano Russo zum 4:1 (74.). Vier Gegentore in 25 Minuten, einfach peinlich. In der Nachspielzeit durfte auch noch Semir Telalovic das 5:1 (90.+2) und Roberts Uldrikis (90.+6) das 6:1 machen.


