Volle Ränge wie hier im Stadion An der Alten Försterei wird es in naher Zukunft nicht geben.  
Volle Ränge wie hier im Stadion An der Alten Försterei wird es in naher Zukunft nicht geben.   Foto: Matthias Koch

Keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol: So lautet die Prämisse, um schon bald wieder einige Zuschauer im Stadion begrüßen zu dürfen. Damit folgten die 36 Vertreter der Erst- und Zweitligaklubs dem Antrag des DFL-Präsidiums und änderten vorübergehend die Spielordnung.

Die endgültige Entscheidung, ob bereits zum Saisonstart (die erste Pokal-Runde steigt am zweiten September-Wochenende) Fans zugelassen sind, obliegt den Behörden.

Ein vierter zentraler und von der Politik geforderter Punkt ist die zeitweise Einführung personalisierter Online-Tickets, mit denen während der Corona-Pandemie die Nachverfolgung von Infektionsketten möglich sein soll.

Eine Maßnahme, die beim Fan-Bündnis „Unsere Kurve“ nicht besonders gut ankommt. Als „wie erwartet“ bezeichnet Bündnis-Sprecher Josh Peter die DFL-Beschlüsse und fordert: „Die beim Ticketing abgegebenen Daten sollen nur zum Gesundheitsschutz genutzt werden und nicht für andere Zwecke.“

Einigkeit herrscht zumindest in einer Sache: „Priorität in Deutschland haben nicht volle Stadien, sondern die gesundheitliche Situation“, erklärte DFL-Boss Christian Seifert nach der Sitzung. In die gleiche Kerbe schlägt Josh Peter: „Bei aller Sehnsucht, die ich als regelmäßiger Stadiongänger habe: Wir leben in einer Pandemie. Wenn die Fallzahlen steigen und es nicht möglich ist, ein Spiel zu besuchen, dann habe ich das zu akzeptieren.“

Viel wichtiger sei, dass die Fan-Organisationen bei Gesprächen über die von ihnen geforderten Reform des Profifußballs mit am Tisch sitzen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat angekündigt, dass die Taskforce „Zukunft Profifußball“ im September ihre Arbeit aufnimmt.