Bisher war alles nur Vorspiel, jetzt geht's zur Sache. Für den BFC Dynamo beginnt am Freitag (19 Uhr) die neue Saison in der Regionalliga Nordost mit dem harten Auswärts-Kracher bei Rot-Weiß Erfurt. Bange machen ist nicht vorm Auftakt, bei dem man gleich nur Außenseiter ist. Enis Alushi (40), Geschäftsführer Sport der Weinrot-Weißen, gibt das Motto vor: „Wir freuen uns extrem, dass es losgeht.“
„Kein Vergleich zum Vorjahr“
Warum auch nicht! Alushi: „Die Vorbereitung verlief durchweg positiv und war inhaltlich sehr zufriedenstellend. Wir hatten sehr wenig mit Verletzungsproblemen zu tun. Kein Vergleich zum Vorjahr, wo wir zum Auftakt in Halle nur noch sieben Regionalligaspieler auf dem Platz hatten.“

Es ist aber nicht nur die Vorbereitung, die dem Sportchef Mut macht: „Seit Sven Körner im Winter die Mannschaft als Trainer übernommen hat und bis jetzt - da ist eine Entwicklung. Es ist strukturiert, man sieht die Idee, die dahintersteckt. Defensiv sind wir extrem stabil.“
Siege sind das beste Teambuilding
Die letzten drei Tests gegen Lok Stendal (1:0), Hertha 03 Zehlendorf (5:0) und den BAK (2:0) gewann Dynamo alle zu null. Dass die Gegner allesamt „nur“ Oberligisten waren, sieht Alushi von zwei Seiten: „Natürlich fehlt jetzt da ein bisschen das Gespür für die Regionalliga. In Erfurt wird es intensiver und aggressiver zugehen, mit mehr Geschwindigkeit.“ Aber da ist auch: „Das beste Teambuilding sind Siege, ist Erfolg.“
„Es gibt keine leichten Spiele“
Dieser Aspekt wird ganz wichtig für Dynamo. In einer Liga, in der die größtenteils viel finanzkräftigere Konkurrenz mal so richtig aufrüstete, weil der Meister diesmal ohne Relegation direkt in die 3. Liga aufsteigt, kann der BFC nur als Mannschaft bestehen, als eingeschworene Truppe.

Alushi weiß, dass nach dem - vorsichtig formuliert - mauen Vorjahr die neue Saison noch viel weniger ein Zuckerschlecken wird: „Es wird knallhart, jede Partie ist ein Derby oder ein Topspiel. Das macht diese Liga aus, da gibt es keine leichten Spiele.“
Doppelt besetzt mit Startelf-Potenzial
Schon gar nicht für den BFC, der die fünftjüngste Mannschaft an den Start bringt. Die sich zum Auftakt nach Erfurt dann auch gleich daheim gegen Chemie Leipzig, bei Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue und gegen den FSV Zwickau beweisen muss.
Da ist Dynamo nie Favorit. Doch wenn es nach Alushi geht, auch nie chancenlos: „Die Mannschaft ist vom Prinzip auf jeder Position doppelt besetzt. Immer mit je zwei Spielern mit Startelf-Potenzial. Das ist genau das, was wir wollten. Da muss sich jeder in jedem Training anbieten. Das fördert Leistung.“


