Neue Saison, neues Glück

Im zweiten Anlauf will Jamal Rogero beim BFC Dynamo voll durchstarten

Im Vorjahr verpasste der Stürmer acht Monate wegen einer Schambeinentzündung, jetzt ist er ein „kleiner Gewinner der Vorbereitung“.

Author - Peter Wiezorek
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Jamal Rogero vom BFC Dynamo trifft beim Test gegen den BAK per Kopf zum 1:0.
Jamal Rogero vom BFC Dynamo trifft beim Test gegen den BAK per Kopf zum 1:0.Patrick Skrzipek

Der Countdown läuft. Am Freitag (19 Uhr) startet der BFC Dynamo bei Rot-Weiß Erfurt in die neue Saison der Regionalliga Nordost. Mit dabei ist einer, der schon über ein Jahr bei den Weinrot-Weißen ist, über den Trainer Sven Körner (44) aber trotzdem sagt: „Gefühlt ist er wie ein Neuzugang, weil er endlich mal alles mitmachen konnte.“ Die Rede ist von Jamal Rogero (22).

Erstes Tor, dann der Schock

Der Stürmer kam im Sommer 2025 von Optik Rathenow als Torschützenkönig der NOFV-Oberliga Nord ins Sportforum, wollte nach ersten Schritten zuvor beim BAK nun beim BFC in der Regionalliga richtig durchstarten. Doch dann kam alles ganz anders.

Jamal Rogero hat wieder Spaß, konnte in der Saisonvorbereitung endlich alles mitmachen.
Jamal Rogero hat wieder Spaß, konnte in der Saisonvorbereitung endlich alles mitmachen.Patrick Skrzipek

Rogero war von Anfang an nie komplett schmerzfrei. Nach Kurzeinsätzen in den ersten vier Spieltagen kam die Partie beim 1. FC Magdeburg II. Jamal stand erstmals in der Startelf, erzielte beim 3:4 sein erstes Punktspieltor für den BFC – und war trotzdem todunglücklich: „Da habe ich mich verletzt und war dann acht Monate raus.“

BFC-Trainer Körner lobt Rogero

Die niederschmetternde Diagnose: Schambeinentzündung. Eine ganz fiese Verletzung, die sich, wie Rogero schmerzhaft erleben musste, schon mal ewig hinziehen kann. Erst zum Saisonende konnte er für ein paar Minuten zurück auf den Platz. Puh!

Jetzt ist die Leidenszeit vorbei und Rogero versucht erneut sein Glück. Trainer Körner lobt: „Er hat auf sich aufmerksam, viele gute Dinge und auch gute Spiele gemacht. Er ist ein kleiner Gewinner der Vorbereitung, aber ihm fehlt noch so ein bisschen die Konstanz.“

„Bin noch nicht bei 100 Prozent“

Da stimmt der gebürtige Berliner sofort zu: „Ja, ich denke auch, dass ich eine gute Vorbereitung hatte. Aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent, jede Spielminute bringt mich weiter. Ab und an spüre ich auch noch leichte Beschwerden und muss meine speziellen Übungen machen, aber es wird.“

Und, wie wird’s in Erfurt? Rogero: „Das wird gleich ein echter Gratmesser, danach werden wir sehen, wo wir stehen.“ Wo er selbst innerhalb des Teams („Wir haben eine sehr gute Chemie“) aktuell steht, merkt er spätestens, wenn Körner die Startelf verkündet.

Sven Körner, Cheftrainer des BFC Dynamo, gibt Jamal Rogero vorm Pokalfinale 2026 noch ein paar Tipps mit auf den Weg.
Sven Körner, Cheftrainer des BFC Dynamo, gibt Jamal Rogero vorm Pokalfinale 2026 noch ein paar Tipps mit auf den Weg.Patrick Skrzipek

„Klar würde ich gern dabei sein“, sagt der gelernte Mittelstürmer, „aber das entscheidet der Trainer. Meine Position ist ja sehr umkämpft, vielleicht sogar am härtesten von allen im Team.“

Harte Konkurrenz für Rogero

Richtig, mit Kapitän Rufat Dadashov (34), der nach seiner Fuß-OP immer besser in Schwung kommt, und Leander Fritzsche (25), dem besten Dynamo-Angreifer der Rückrunde 2025/26, ist die Konkurrenz groß.

Immerhin bringt Jamal als Empfehlung das Tor zum 1:0 bei der Generalprobe gegen den BAK (Endstand 2:0) mit. Und notfalls gibt es ja auch noch eine Hintertür. Rogero: „Ich habe zuletzt schon mal auf der Acht gespielt.“ Warum nicht auch zum Saisonstart in Erfurt …