Das Wetter hat gerade auf Urlaubs-Modus gedreht, doch im Sportforum ist die Sommerpause schon wieder vorbei. Vier Wochen nach dem verpatzten Finale im Berlin-Pokal (1:2 n.V. gegen Altglienicke) hat beim BFC Dynamo die Vorbereitung auf die neue Saison in der Regionalliga Nordost begonnen.
Am Montag stand unter Aufsicht der Spezialisten vom Bewegungswerk Berlin um Adrian Marklowski erst mal die obligatorische Leistungsdiagnostik auf dem Plan. Am Diestag bittet Chefcoach Sven Körner (44) seine Jungs zum ersten Training.
Kapitän Rufat Dadashov fehlt noch
Einige vertraute Gesichter werden fehlen. Bei Torwart Nicolas Ortegel und Kevin Lebersorger sind die Ausleihen aus Nürnberg bzw. Linz beendet. Mit Jan Shcherbakovski, Dominik Pestic und Lloyd-Addo Kuffour sind auch drei Nachverpflichtungen der vergangenen Spielzeit wieder weg.
Die Verträge von Ivan Knezevic, Leandro Putaro, Can Caratas, Antek Wrebiakowski wurden nicht verlängert. Und Amiro Amadou will sich nach seinem ersten Länderspiel für Benin, bei dem er auch gleich traf, höherklassig versuchen. Der Innenverteidiger schlug ein für Dynamo-Verhältnisse deutlich verbessertes Angebot aus.

Kapitän Rufat Dadashov ist nach seiner Fuß-OP noch ein paar Wochen in der Reha, Co-Trainer Maik Aumann ist künftig der Chef bei Brandenburgligist MSV Neuruppin.
Kein Radialumbruch wie 2025
Das ist schon ein gehöriger Wechsel beim Personal, aber kein Vergleich zum Vorjahr, als Sport-Geschäftsführer Enis Alushi (40) mehr als 20 neue Spieler holte. Dass dem BFC ein gewisser Stamm erhalten bleibt, macht Alushi auch zuversichtlich, dass die neue Saison besser läuft als die vergangene, in der erst kurz vor Schluss der Klassenerhalt unter Dach und Fach war.
Dynamos Sport-Boss: „Wir konnten 17 Spieler halten, die wissen, was wir wollen, die das System kennen. Da können wir auf der Vorsaison aufbauen, fangen nicht wieder bei null an.“ Zudem war für ihn bei den Neuverpflichtungen ein Punkt ganz besonders wichtig: „Alle haben bei ihren bisherigen Vereinen in etwa das gleiche System gespielt, so dass sie keine große Eingewöhnungszeit brauchen werden.“

Bisher neu an Bord sind fürs defensive Mittelfeld Salmin Rebonja (Wuppertaler SV), für die linke Außenbahn Willi Noack (Mahlsdorf), Flügelstürmer Califo Baldé (Meuselwitz), Abwehr-Kante Viktor Miftarj (Westregionalligist Rödinghausen/1,98 m lang) und fürs zentrale Mittelfeld Justin Seven vom FSV Mainz 05 II.
Paul Hainke ist jetzt die Nr. 1

Verstärktes Augenmerk gilt dem eigenen Nachwuchs. Nachdem zuletzt Benny Wüstenhagen (inzwischen Borussia Dortmund II) und Sven Ho den Sprung zu den Profis schafften, werden immer wieder einige Talente bei der ersten Mannschaft mittrainieren. Alushi: „Sie sollen sich zeigen.“


