Der BFC Dynamo steckt mitten in der Vorbereitung auf die am letzten Juli-Wochenende beginnende neue Saison der Regionalliga Nordost. Aber der Kapitän ist nicht an Bord. Zumindest noch nicht richtig. Rufat Dadashov (34) kämpft aktuell um Anschluss ans Team.
Dadashov ist schon auf dem Platz
Der Grund: In der Sommerpause musste sich der Stürmer einer dringend nötigen Fuß-OP unterziehen. Alles verlief gut, auch die ersten Phasen der Reha. Dadashov verrät nicht ohne einen gewissen Stolz in der Stimme: „Vier Wochen nach der OP war in Anfang der Woche erstmals wieder mit den Jungs auf dem Platz.“

Alles noch ganz vorsichtig, aber auch schon mit dem Ball. Mit einem Leibchen gekennzeichnet als „neutraler Spieler“. Heißt für die Kollegen: Zweikämpfe sind noch tabu. Dadashov: „Ein bisschen was habe ich schon mit der Mannschaft gemacht, Stück für Stück wird es mehr.“
Mitte Juli vorm Trainingsstart hatte Sportchef Enis Alushi (40) den Zeitrahmen so abgesteckt: „Ich denke mal, so um den dritten oder vierten Spieltag können wir mit Rufat rechnen.“ Darauf angesprochen, lächelt Dadashov: „Wenn alles weiter so gut läuft, dann bin ich vielleicht eher zurück.“ Trotzdem heißt das Motto: alles in Ruhe auskurieren, nichts übers Knie brechen.
„Alle haben richtig Bock“
Auch wenn er anfangs nicht mitmischen konnte, war Dada - so oft es die Reha zuließ - beim Team und machte sich auch von außen ein Bild. Sein Fazit: „Wir haben ja wieder einige neue Spieler, vor allem junge Spieler, dazubekommen. Auf jeden Fall haben alle richtig Bock.“
Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Dadashov: „Wir haben einen breiten Kader, alle Positionen sind doppelt besetzt. Aber wir müssen ja auch immer sehen, was für uns als Klub möglich ist. Wenn man sieht, wie andere Vereine personell aufgerüstet haben, müssen wir das als Mannschaft hinbekommen.“
WM als Anschauungsunterricht
Und dafür hat die WM das perfekte Beispiel geliefert. Dadashov: „Gegen Argentinien war Kap Verde ein richtiger Underdog und stand gegen den Weltmeister trotzdem ganz knapp vor der Sensation. Weil: Jeder kann rennen, sich voll reinhauen, alles auf dem Platz lassen. Das ist was, das wir für uns mitnehmen können. Dass es auf jeden Fall immer eklig ist, gegen uns zu spielen.“



