Es ist ein Satz, der hängen bleibt: „In den letzten Monaten ging es mir psychisch nicht gut.“ Mit diesen Worten machte Gregor Nebel, Sohn der TV-Legende Carmen Nebel (69), öffentlich, was viele Menschen im Stillen durchleiden. Der 41-jährige Medienunternehmer hat sich wegen Depression selbst in eine Fachklinik eingewiesen.
Mutig macht Gregor Nebel seine Krankheit öffentlich
Gregor Nebel ist längst mehr als „der Sohn von“ DDR-Ikone Carmen Nebel. In der Medienbranche hat er sich einen Namen gemacht: Er baute das Musikportal Schlager.de zum größten Portal seiner Art in Europa aus und war zuletzt Geschäftsführer der Deutschen Medienportale GmbH in Berlin.
Medienunternehmer schildert die Last der Depression
Umso überraschender ist der Blick auf die Schattenseite seines Lebens. Auf Instagram schildert Nebel jetzt offen, wie sich seine Depression anfühlt: nicht wie Traurigkeit, sondern wie ein Zustand, der „den gesamten Alltag durchzieht und schwerer macht“. An manchen Tagen koste ihn allein das Aufstehen „mehr Kraft, als andere vielleicht für einen ganzen Tag brauchen“.
Nebel schreibt, es falle ihm nicht leicht, seine Erkrankung öffentlich zu machen. Doch er wolle zeigen, dass psychische Erkrankungen Teil des Lebens seien und dass es in Ordnung sei, sich Hilfe zu holen. Er kündigt an, sich vorerst aus den sozialen Netzwerken zurückzuziehen, verspricht aber: „Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“

Privat lief es zuletzt bei Gregor Nebel gut: Im Sommer 2023 heiratete er nach fünf Jahren Beziehung die Journalistin Katrin Voigt, die zwei Kinder mit in die Ehe brachte. Kennengelernt hatten sich die beiden am Arbeitsplatz. Jetzt ist Katrin Gregors größte Stütze in schwerer Zeit.
Das Verhältnis zur berühmten Mutter Carmen Nebel, jahrzehntelang eines der bekanntesten TV-Gesichter Deutschlands, gilt als besonders eng. Ein Band, das durch die aktuelle Krise vermutlich nur noch stärker wird.

Die Moderatorin, die Millionen Zuschauer mit „Willkommen bei Carmen Nebel“ begeisterte, erlebt nun eine andere Art von Öffentlichkeit: die Sorge um ihr einziges Kind. Doch Gregors Offenheit zeigt, dass er nicht nur Unterstützung sucht, sondern auch anderen Mut machen will.


