Neujahrs-Tipp

Die besten DDR-Rezepte gegen den Neujahrs-Kater

Mit dem richtigen Katerfrühstück kriegt jeder den Brummschädel am Neujahrsmorgen in den Griff.

Author - Stefan Doerr
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Rollmöpse waren in der DDR beliebtes Mittel gegen Kater.
Rollmöpse waren in der DDR beliebtes Mittel gegen Kater.Imago/Westend61

Frisch und voller Energie ins neue Jahr starten? Für viele Berlinerinnen und Berliner sieht der Neujahrsmorgen erst einmal anders aus. Statt Tatendrang heißt es Auskatern – begleitet von dem Gedanken: „Uff, der Schnaps am Ende hätte nicht noch sein müssen.“

Doch was hilft wirklich, wenn der Kopf dröhnt und der Magen rebelliert? Schon zu DDR-Zeiten wusste man: Ein gutes Katerfrühstück muss herzhaft sein. Deftig, salzig und reich an Nährstoffen – genau das, was der Körper nach einer langen Nacht mit Alkohol und wenig Schlaf braucht. Und Alkohol wurde in der DDR gerne und viel getrunken!

DDR-Katerfrühstück muss salzig und sauer sein

Denn Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Die Folgen sind bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Ein ordentliches Frühstück am Neujahrstag sollte deshalb helfen, die Speicher wieder aufzufüllen und den Kreislauf in Gang zu bringen.

Auf den Tisch kam früher oft, was heute fast schon Kult ist: Salzgebäck, saure Gurken, Brathering oder Sauerkraut. Besonders beliebt waren Rollmöpse. Die salzigen und sauren Speisen füllen die Salzspeicher wieder auf und regen den Appetit an – auch wenn der am Morgen danach meist noch im Keller ist.

Brühe oder Soljanka hilft gegen den Brummschädel

Dazu gehörten Brot oder Brötchen. Die Kohlenhydrate stabilisieren den Blutzuckerspiegel und liefern neue Energie. Denn nach einer durchfeierten Nacht sind die Reserven oft komplett erschöpft.

Wer es am Neujahrstag nicht bis zum Frühstückstisch schaffte, griff in der DDR gern zu Flüssigem. Brühen oder deftige Eintöpfe wie Soljanka galten als bewährtes Mittel gegen flauen Magen und Übelkeit. Warm, salzig und sättigend – genau das Richtige für einen angeschlagenen Körper.

Eine deftige Soljanka hilft gegen den Brummschädel.
Eine deftige Soljanka hilft gegen den Brummschädel.Imago/YAY Images

Ein weiterer Klassiker, damals wie heute: trinken, trinken, trinken. Viel Wasser oder auch Fruchtsäfte helfen dabei, den durch Alkohol verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Hilft die kalte Dusche wirklich gegen Kater?

Und was ist mit den bekannten Mythen – starker Kaffee oder eiskalte Dusche? Kurzzeitig fühlen wir uns vielleicht wacher, doch schneller nüchtern wird dadurch niemand. Den Alkoholabbau kann der Körper nicht beschleunigen. Etwa 0,1 bis 0,2 Promille kann der Körper pro Stunde abbauen. Wie schnell das genau geht, ist individuell verschieden. So dauert es bei Frauen und leichteren Menschen oft länger.