Seit dem Auszug der Billigkette Primark im März 2023 steht die größte Ladenzeile im Erdgeschoss des Schloß-Straßen-Center (SSC) in Steglitz leer. Für kurze Zeit hat hier Künstler Sebastian Düwelt seine Werke ausgestellt, auch eine Rollschuh-Disco probierte man aus. Doch schon seit vielen Monaten herrscht jetzt gähnende Leere im einstigen Shopping-Tempel. Auf Social Media wird nun über die Zukunft des SSC gemunkelt.
Zieht Lidl ins SSC ein?
Auf dem Nachbarschaftsportal nebenan.de läuft aktuell eine Diskussion über den Nachfolger für Primark im SSC. Nutzerin Manuela F. will gehört haben, dass hier ein „großer, moderner Lidl“ einziehen soll. Eine Quelle nennt sie nicht. Trotzdem findet dieses Gerücht viel Anklang: „Das wäre der Hammer!“ und „Der würde sich hier auf jeden Fall halten“, freuen sich zwei Steglitzer.

Andere Nutzer bringen weitere Ideen und Wünsche ein: „Wie wäre es denn mit einer Bibliothek?“ Immerhin sei die Ladenfläche „sehr groß“. Auch Rufe nach einem Familiencafé inklusive Indoor-Spielplatz werden laut. Eine Steglitzerin fordert statt Lidl eine Kaufland-Filiale.
Auf KURIER-Anfrage hin antwortete Lidl: „Unabhängig von einzelnen Objekten prüfen wir kontinuierlich alle verfügbaren Standorte, um unser Filialnetz weiter zu optimieren und unseren Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis in angenehmer Atmosphäre bieten zu können.“ Zu diesem konkreten Gerücht wollte der Sprecher sich jedoch nicht äußern und verwies stattdessen auf die „moderne Filiale im Forum Steglitz“.
SSC wurde 2025 verkauft
Wie es tatsächlich um die Zukunft des SSC bestellt ist, dazu finden sich keine Informationen. Wie das Branchenportal Thomas Daily berichtet, hat die Porth-Gruppe das SSC 2025 gekauft. Porth plane demnach die Umwandlung des SSC zu einem „innerstädtischen Fachmarktzentrum mit Nahversorgungsschwerpunkt“.
Der KURIER hat bei der Porth-Gruppe nachgefragt, ob es bereits konkrete Pläne gibt. Bisher gab es keine Antwort.


