Aufatmen im Berliner XXL-Bordell Artemis. Eine geplante Großbaustelle in der Nähe des Rotlicht-Etablissement am Autobahndreieck Funkturm hatte Panik ausgelöst, der Puff sei über die Straßen womöglich nicht mehr erreichbar. Es hätte das Aus für das Bordell bedeutet. Jetzt kam die Entwarnung. Der Puff-Betrieb kann weitergehen.
Es war eine Meldung, die Freunde des horizontalen Gewerbes ins Schwitzen brachte: Mega-Baustelle am Funkturm? Alle großen Straßen dicht? Komme ich dann nicht mehr ins Artemis?
Zum Glück hatte die „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH“ (Deges), die sogenannte Vorhabenträgerin für den anstehenden Umbau des Autobahndreiecks Funkturm, mitgedacht. Laut Deges müssen sich weder Anwohner noch der Riesen-Puff Sorgen machen.
Dem Berliner KURIER teilte das Unternehmen mit: „Richtig ist, dass sich während der Bauzeit des AD Funkturm die Befahrbarkeit der beiden Halenseestraßen durch das Baufeld hindurch […] nicht zu jedem Zeitpunkt aufrechterhalten lässt.“ Das liege allerdings daran, „dass sie in der Lage leicht verändert werden und vor allem die Brücken im Zuge der Halenseestraßen über die Bahn abgebrochen und neu gebaut werden müssen“.
Und weil die Autobahnbrücken über die Bahn in diesem Bereich erneuert werden, wird der Autobahnverkehr zeitweilig auf einen Teil der Trassen der Halenseestraße gelegt, sodass diese dann für den Stadtstraßenverkehr nicht vollständig zur Verfügung stehen.
Artemis-Kunden können aufatmen
Allerdings: Je nachdem, wo der Individualverkehr dann tatsächlich hinmöchte oder herkommt, „kann er die der Baustelle benachbarten Anschlussstellen nutzen und über die Autobahn oder weiträumiger über andere Stadtstraßen trotzdem sein Ziel erreichen“.

Heißt: Durch die Verkehrsführung wird sichergestellt, dass alle Anlieger jederzeit zu ihren Grundstücken gelangen. Das betrifft das Artemis, das ATU-Gelände und auch den Werkstättenweg, der südlich der Bahnanlagen an die Halenseestraße West anschließt, so die Deges.
Dazu würden beide Halenseestraßen südlich der Brücken im Gegenverkehr eingerichtet werden, sodass man vom Rathenauplatz immer dorthin gelangt.


