Zwei Tage nach der spektakulären Festnahme der RAF-Terroristin Daniela Klette (65) in Kreuzberg wurde laut einem Medienbericht eine weitere Person in Berlin durch Zielfahnder festgenommen.
Laut der Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) wurden dabei geklärt, ob es sich um einen von Klettes ehemaligen RAF-Weggefährten Burkhard Garweg oder Ernst-Volker Staub handelt. Bereits am Dienstag hatte die Polizei eine zweite Person festgenommen, die am Mittwoch jedoch wieder freigelassen wurden. Der RAF-Verdacht hatte sich nicht bestätigt.
Das Landeskriminalamt in Hannover wollte Medien die dritte Festnahme zunächst nicht bestätigen. Dies werde derzeit „hausintern geprüft“, berichtet die HAZ. Klette, Garweg und Staub gehörten zur dritten und letzten Generation der linksradikalen Roten Armee Fraktion (RAF). Über diese sagte der Journalist und RAF-Experte Stefan Aust („Der Baader Meinhof Komplex“): Die zweite Generation habe versucht, die erste aus dem Gefängnis zu befreien. „Als das nicht funktioniert hat, gab es dann die dritte Generation, und die haben eines getan, nämlich schlichtweg Morde begangen. Sie haben Leute einfach erschossen oder haben ihnen Fallen gestellt“, sagte Aust im ZDF.
Laut Medienberichten sitzt die 65-jährige Klette derzeit im Frauengefängnis Vechta in Untersuchungshaft. Offiziell bestätigt ist dies noch nicht.
Die Staatsanwaltschaft Verden wirft den drei ehemaligen RAF-Mitgliedern versuchten Mord (verjährt nicht) und eine Serie schwerer Raubüberfälle in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zwischen 1999 und 2016 vor. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Beschuldigten die Taten begangen haben, um an Geld für ihr Leben im Untergrund zu kommen.
Am Mittwochnachmittag dann die Entwarnung: Auch die dritte Festnahme nach der Ex-Terroristin Daniela Klette führt nicht zu Garweg oder Staub, meldet die HAZ. Falscher Alarm also. Die Jagd nach den Ex-RAF-Terroristen, sie geht weiter.


