Berlin-Müssen wir bald erneut zittern? Mit dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am vergangenen Samstag wurden 45.000 Haushalte im Südwesten der Hauptstadt lahmgelegt. Am Donnerstag hat die linksextreme Vulkangruppe nun mit der Verursachung eines weiteren Blackouts gedroht – dieses Mal soll es Marzahn-Hellersdorf treffen. Wie könnte man das verhindern? Der Landeschef der Berliner Polizeigewerkschaft (GdP) findet dazu klare Worte.
Polizei nimmt die Drohung ernst
GdP-Landeschef Stephan Weh erklärt in einem Statement: „Extremisten wollen unsere demokratische Gesellschaft spalten. Dazu gehören neben Terroranschlägen auch der psychische Druck, jederzeit wieder zuschlagen zu können, und das gezielte Einkalkulieren von Nachahmungs- und Trittbrettfahrern.“

„Für die Polizei bedeutet das auch nach der immensen Einsatzlage in den letzten Tagen, dass man derartige Ankündigungen selbstverständlich ernst nehmen muss und sämtliche Maßnahmen hochfährt, um Gefahren für Leib und Leben abwenden zu können“, betont Weh.
Berliner Politiker müssen jetzt handeln
Der GdP-Landeschef sagt ganz klar: „Es wäre nach den Vorfällen wichtig, dass die Politik endlich Entscheidungen trifft, kritische Infrastruktur besser schützt und uns Mittel an die Hand gibt, damit wir als Rechtsstaat ins Handeln kommen.“

Wie das konkret aussehen könnte? In einem früheren Statement erklärte Weh zum ersten Blackout: „Wir müssen dann auch mal unideologisch über das Thema Videoüberwachung reden. [...] Kameras an Strommasten könnten bei der Strafverfolgung helfen, aber auch präventiv wirken.“
Weiter ärgerte sich der Gewerkschafter über die Angst vor der Überwachung: „Nur weil einige laut schreien und Orwells 1984 heraufbeschwören, verzichten wir weiterhin im öffentlichen Raum auf schützende Technik.“


