Grausiger Fund in Pankow

Oberschenkelfund in Pankower Park – doch wo ist die Leiche?

Im Februar fanden Passanten einen menschlichen Oberschenkel im Volkspark Prenzlauer Berg. Bis heute fehlen weitere Hinweise zum Opfer.

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Kriminaltechniker stehen im Gestrüpp an einer Fundstelle. Im Berliner Volkspark Prenzlauer Berg ist im Februar der abgetrennte Oberschenkel eines Menschen entdeckt worden.
Kriminaltechniker stehen im Gestrüpp an einer Fundstelle. Im Berliner Volkspark Prenzlauer Berg ist im Februar der abgetrennte Oberschenkel eines Menschen entdeckt worden.Dominik Totaro/dpa

Im Volkspark Prenzlauer Berg finden Passanten, die mit einem Hund Gassi gehen, im Februar 2024 einen abgetrennten Oberschenkel. Ein Tattoo und eine DNA-Analyse helfen, das Opfer zu identifizieren. Doch auch Monate später ist keine heiße Spur zudem Fall in Sicht. Trotz eines Aufrufs erhält die Polizei wenig Hinweise zu dem Mann, der wahrscheinlich getötet wurde.

Doch auch fast neun Monate nach dem Fund eines abgetrennten Oberschenkels in dem Berliner Park ist die dazugehörige Leiche bislang nicht gefunden worden. „Die bisher eingegangenen Hinweise waren nicht so ergiebig, als dass sich daraus eine heiße Spur ergeben hätte“, teilte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.

Opfer Obdachloser Mann aus Sachsen-Anhalt

Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen 42-jährigen, in Sachsen-Anhalt geborenen Mann, der zuletzt keinen festen Wohnsitz hatte. Anfang März hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Bevölkerung um Hinweise gebeten und nach Menschen gesucht, die den Mann kannten und Angaben zu seinen Aufenthaltsorten in Berlin machen können.

Der tätowierte Oberschenkel des 42-Jährigen war am 27. Februar von Passanten im Volkspark Prenzlauer Berg in einem Gebüsch gefunden worden. Nach den Angaben wurde die DNA des Körperteils mittels einer Datenbank zugeordnet. Eine medizinische Amputation kann laut Staatsanwaltschaft ausgeschlossen werden, ein Tötungsdelikt hingegen nicht.

Kriminalbiologe Mark Benecke über den Fund

Nach dem Fund waren in dem Park bis zu 120 Polizisten im Einsatz gewesen. Anhand verschiedener Merkmale lässt sich ablesen, ob die Person beim Abtrennen des Beins noch lebte: „Durch Blutungen und Entzündungsmerkmale an der Schnittkante. Wenn du lebst, blutet es im täglich bekannten Sinn, wenn jemand tot ist, dann verteilt sich das Blut kaum und anders. Im Gewebe-Dünn-Schnitt siehst du auch, ob es zum Beginn den Versuch des Körpers zur Heilung gab, dann lebte die Person noch beim Schnitt. Wenn du keine Entzündungs- oder Heilungsmerkmale in den Zellen siehst, war die Person schon tot“, erklärte Kriminalbiologe Mark Benecke dem KURIER. ■