Berlin-Kreuzberg-Die Diskussion rund um den Görlitzer Park hält an. Ab März soll die umstrittene Grünanlage, absoluter Kriminalitäts-Hotspot, nachts geschlossen werden. Dafür wurden in den vergangenen Monaten Tore und Zäune aufgestellt. Die große Frage lautet: Wird diese Maßnahme etwas bringen oder die Probleme nur verlagern? Aktuell ist der Görlitzer Park noch offen. Dort wurde jetzt ein Mann aufs Übelste angegriffen.
Heftige Attacke im Görlitzer Park
Die Polizei Berlin berichtet: Ein Zeuge wurde am Dienstagnachmittag gegen 17.45 Uhr auf einen verletzten Mann im Görlitzer Park in Kreuzberg aufmerksam, er war gefesselt. „Der 47-Jährige wies Verletzungen auf, die auf eine nicht unerhebliche Gewalteinwirkung hinweisen. Er wurde hilflos in der Kälte zurückgelassen“, schildert die Polizei. Eine furchtbare Tat, vor allem bei den Minusgraden, die aktuell herrschen.

„Der Mann kam in ein Krankenhaus, wo er behandelt wurde“, berichtet die Polizei weiter. „Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an und wurden von der Staatsanwaltschaft Berlin und der 5. Mordkommission des Landeskriminalamts der Polizei Berlin übernommen.“
Teile des Zauns wurden geklaut
Die Meldung über den Schwerverletzten kommt kurz nach dieser Nachricht: In der Nacht zu Dienstag haben bisher unbekannte Diebe an einem Eingang zum Görlitzer Park einen Teil des neu errichteten Zauns gestohlen, mit dem die Grünanlage nachts geschlossen werden soll – 2,4 Meter mal 2,5 Meter haben sie verschwinden lassen.
Auch eine Drehtür war bereits Anfang November geklaut worden. Ob aus Protest oder für Materialverwertung, ist unklar.


