Das kann tödlich enden

Lebensgefahr! Polizei Berlin warnt: Keine gefrorenen Seen betreten

Die Temperaturen in Berlin steigen wieder, Schnee und Eis tauen langsam. Deshalb sollte man vermeintlich zugefrorenes Wasser keinesfalls betreten!

Author - Sharone Treskow
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So sah ein See im Berliner Tiergarten noch am 1. Dezember aus. Doch der Schein trügt: Das Eis taut!
So sah ein See im Berliner Tiergarten noch am 1. Dezember aus. Doch der Schein trügt: Das Eis taut!IMAGO / STPP

So lustig es vielleicht sein mag, im Winter auf zugefrorenen Flüssen und Seen herumzuschlittern – es ist wahnsinnig gefährlich! Denn man kann nie wissen, wie dick das Eis wirklich ist und ob es einen tragen kann. Wer in das eiskalte Wasser einbricht, kann schnell ertrinken. Wegen des aktuellen Tau-Wetters hat die Berliner Polizei jetzt eine offizielle Warnung herausgegeben.

Achtung: Keine gefrorenen Gewässer in Berlin betreten!

In Hinblick auf die Wettervorhersage für die kommenden Tage warnt die Wasserschutzpolizei der Polizei Berlin vor dem Betreten von Eisflächen: „Der erwartete Temperaturanstieg wird aller Voraussicht nach zum Tauen der gefrorenen Gewässer im gesamten Stadtgebiet führen. Oftmals sind die gefährlichen Stellen nicht sofort erkennbar, doch ist das massiv wirkende Eis definitiv nicht tragfähig“, heißt es in der Erklärung. „Es besteht Lebensgefahr beim Betreten von Eisflächen auf den Berliner Gewässern!“

Auch der Kirchteich vor Schloss Britz in Neukölln war in den vergangenen Tagen noch von Eis bedeckt.
Auch der Kirchteich vor Schloss Britz in Neukölln war in den vergangenen Tagen noch von Eis bedeckt.IMAGO / Schöning

Darum ist es so gefährlich, durchs Eis zu brechen

Warum man sich dringend von Flüssen und Seen fernhalten sollte, die nicht ausreichend durchgefroren sind, erklärt die Wasserwacht: „Im kalten Wasser kann sich ein Mensch in der Regel nur wenige Minuten über Wasser und am Leben halten. Denn ganz schnell lassen die Kräfte nach und man ist zu stark geschwächt, um sich über Wasser halten zu können. Wer ins Eis einbricht, verliert bei den niedrigen Wassertemperaturen schnell das Bewusstsein und läuft so Gefahr zu ertrinken.“

Was tun, wenn jemand in einen See eingebrochen ist?

Für den Fall, dass man mitbekommt, wie jemand durch die Eisfläche eines Sees bricht, klärt die Wasserwacht auf: Zuerst sollte man Hilfe über die Notrufnummer 112 holen, dann erst die eingebrochene Person beruhigen. Falls möglich, soll man die eingebrochene Person absichern mit Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseilen oder ähnlichen Gegenständen.

Wichtig: „Nur selbst ans eisige Wasser gehen, wenn man selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert ist und am besten liegend. Zum Beispiel mit einer Leiter als Hilfsmittel, um das Gewicht auf dem Eis bestmöglich zu verteilen.“ Man solle auch niemals direkten Kontakt mit dem Verunfallten herstellen, also ihm die Hand reichen, sondern immer einen Gegenstand dazwischen halten.

Wenn man es schafft, soll man den Verunfallten an Land bringen und vor Kälte schützen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Bei Bewusstlosigkeit sollte man die Person in der stabilen Seitenlage lagern. ■