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Jonathan Berlin: Er heißt nicht nur so, sondern wohnt auch hier

Im Thriller „Die Saat – Tödliche Macht“ ist er an diesem Wochenende im Ersten zu sehen.

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Der Schauspieler Jonathan Berlin spielt im ARD-Thriller „Die Saat – Tödliche Macht“ mit.
Der Schauspieler Jonathan Berlin spielt im ARD-Thriller „Die Saat – Tödliche Macht“ mit.Monika Skolimowska/dpa

Der 29-Jährige lebt nicht nur in Berlin, er heißt auch so. Am Samstag und Sonntag ist Jonathan Berlin im ARD-Thriller „Die Saat – Tödliche Macht“ zu sehen.

Der Schauspieler Jonathan Berlin stößt im Alltag häufig auf den Irrglauben, er trage einen Künstlernamen. „Das passiert schon sehr oft“, sagte der 29-Jährige. „Als ich mit 17 an der Schauspielschule vorgesprochen habe, war das die erste Frage, die mir die Dozentinnen und Dozenten gestellt haben. Man gewöhnt sich dran, aber ich freue mich über jede Möglichkeit, um zu versichern: Der Name ist echt.“

Eigentlich wollte Berlin Marionettenspieler werden

Zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn hatte Jonathan Berlin zunächst noch Marionettenspieler werden wollen. Ein wenig profitiere er noch heute von den Erfahrungen, erläuterte er. „Für mich ist das Marionettenspiel immer eine Art Kreuzung aus Schauspiel und Regie gewesen, weil man einerseits von oben auf die Figur sieht, aber sie gleichzeitig steuert beziehungsweise verkörpert.

Da ich seit ein paar Jahren neben dem Spielen auch in Richtung Filmregie gehe, löst sich dann da vielleicht diese Verbindung ein. Im besten Falle atmet man ja auch in der Regie hinter dem Bildschirm mit den Figuren mit.“

Jonathan Berlin lebt in Berlin.
Jonathan Berlin lebt in Berlin.Monika Skolimowska/dpa

Der 29-Jährige, der in Berlin lebt, ist am Samstag (20.15 Uhr) und Sonntag (21.45 Uhr) im ARD-Thriller „Die Saat – Tödliche Macht“ mit Heino Ferch zu sehen. In der Serie steht die Welternährung auf dem Spiel und ein junger Aktivist kämpft gegen gierige Agrarkonzerne. Die Produktion mit Thriller-Elementen wartet mit einem aktuellen, hochpolitischen Thema auf.

Im Mittelpunkt der sechsteiligen Serie (bereits in der ARD-Mediathek) steht der Saatguttresor auf der Polarinsel Spitzbergen, eine real existierende Arche Noah für Pflanzensamen, die im Falle einer globalen Katastrophe die Ernährung der Menschheit sichern könnte. Der junge Aktivist Victor (Jonathan Berlin) bricht hier ein, um einen Skandal aufzudecken – dabei wird er beschossen und verschwindet spurlos.

Auf Spitzbergen, wo gedreht wurde, steht auch in Wirklichkeit der „Svalbard Global Seed Vault“, jene Samenbank im Eismeer, um die sich alles dreht. Im Inneren des Bunkers durfte nicht gedreht werden, stattdessen musste ein Versorgungsschacht der Prager U-Bahn, kombiniert mit einem Turbinenraum, für die Szenenbildner herhalten.