Krankenhauspersonal auf der Straße: Sie demonstrieren für bessere Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen. imago/Mike Schmidt

Es ist der Beginn der vierten Corona-Welle, die Ampel zur Belegung der Intensivstationen mit Covid-Patienten steht bereits auf Gelb. Dennoch lässt die Gewerkschaft Verdi ihren Streik beim Klinik-Konzern Vivantes und an der Charité an diesem Dienstag eskalieren. Es sei geplant, die Zahl der gesperrten Betten auf 1200 zu erhöhen, sagte Gewerkschaftssekretär Kristof Becker der Deutschen Presse-Agentur. Am Nachmittag (16.00 Uhr) ist laut Verdi zudem ein Demonstrationszug vom Bettenhaus der Charité zum Roten Rathaus geplant. Am Montag seien 900 Krankenhausbetten gesperrt gewesen, darunter 600 bei Vivantes und 300 bei der Charité.

Jeweils über 1000 Beschäftigte wollen täglich die Arbeit niederlegen, um für Entlastung und faire Bezahlung Druck zu machen, kündigte Verdi-Verhandlungsführerin Meike Jäger an. Vivantes und Charité sind landeseigene Unternehmen. In den Kliniken gibt es insgesamt rund 8300 Betten.

Gewerkschaft weist Tarifangebot von Vivantes zurück

Die Gewerkschaft hatte am Freitag ein neues Tarifangebot von Vivantes zurückgewiesen. Am Donnerstag waren Mitarbeiter in den Kliniken von Vivantes und Charité in den unbefristeten Streik getreten. Sie setzten sich bei beiden Einrichtungen für einen Entlastungstarifvertrag ein. Bei den Vivantes-Töchtern geht es ebenfalls um bessere Arbeitsbedingungen sowie ums Geld.

Verdi sichert zu, dass Notfälle und die Patienten, die zur stationären Behandlung im Krankenhaus sind, versorgt werden.