Zwei-Euro-Wäsche!

Frischer Wind für Berlin: Neue Wäscherei bringt Sauberkeit für Obdachlose

Obdachlose Menschen können Wäsche und Schlafsäcke jetzt bei der Berliner Stadtmission waschen. Zwei Euro kostet eine Wäsche mit Trocknen.

Author - Veronika Hohenstein
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Wäscherei für Obdachlose in Berlin-Mitte eröffnet.
Wäscherei für Obdachlose in Berlin-Mitte eröffnet.Robert Michael/dpa

Der Duft von frischer Wäsche weht nun auch durch die Lehrter Straße im Bezirk Mitte. In einem Akt der Menschlichkeit und Fürsorge hat die Berliner Stadtmission ihre Tore für obdachlose Menschen geöffnet und bietet ihnen eine Möglichkeit, ihre Kleidung und Schlafsäcke zu waschen. Das Inklusionsunternehmen Komm & Sieh der Stadtmission hat eine Wäscherei eröffnet, die speziell für Menschen ohne festen Wohnsitz gedacht ist.

Wäsche waschen soll günstig sein – oder in gewissen Fällen sogar gratis für Menschen ohne festen Wohnsitz. 

„Wir möchten den Menschen nicht nur saubere Kleidung, sondern auch ein Stück Würde zurückgeben.“ Ein Angebot, das nicht nur Sauberkeit, sondern auch ein wenig Normalität in das oft chaotische Leben auf der Straße bringt. Für nur zwei Euro können Obdachlose hier ihre Wäsche waschen und trocknen lassen.

Die Wäscherei ist mittwochs und freitags zwischen 9 und 14 Uhr für alle zugänglich, während donnerstags die Maschinen exklusiv den Frauen vorbehalten sind.
Die Wäscherei ist mittwochs und freitags zwischen 9 und 14 Uhr für alle zugänglich, während donnerstags die Maschinen exklusiv den Frauen vorbehalten sind.Robert Michael/dpa

Berlin-Mitte: Wäscherei für Obdachlose eröffnet

Doch die Stadtmission bietet noch mehr. Während die Trommeln der Waschmaschinen arbeiten, haben die Besucher die Gelegenheit, kostenlose Beratungsgespräche zu nutzen. Diese Gespräche, geführt von einer erfahrenen Stadtmissionarin und Seelsorgerin, sind ein Lichtblick für viele, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. „Neben freundlicher und zugewandter Begleitung wollen wir die vertraulichen Gespräche nutzen, um obdachlosen Menschen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Lebenslage verbessern können“, betont Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi.

Die Wäscherei ist mittwochs und freitags zwischen 9 und 14 Uhr für alle zugänglich, während donnerstags die Maschinen exklusiv den Frauen vorbehalten sind. Eine Maßnahme, die nicht nur Sauberkeit, sondern auch Sicherheit und Geborgenheit vermitteln soll.

Während die Waschmaschinen und Trockner arbeiten, soll in der kleinen Wäscherei ein Ort der Begegnung und Hoffnung entstehen. Hier können Menschen, die oft am Rande der Gesellschaft stehen, ein wenig Unterstützung und Zuspruch finden. ■