Lebensgefahr auf den Seen

Toter an zugefrorenem Berliner Baggersee gefunden

Mehrere Eisrettungen in Berlin, ein Mensch stirbt: Feuerwehr und Wasserschutzpolizei warnen vor zugefrorenen Gewässern – kein Eis ist wirklich sicher.

Author - Sebastian Karkos
Teilen
Hinweisschilder verbieten das Betreten der Eisfläche im Schlosspark Charlottenburg.
Hinweisschilder verbieten das Betreten der Eisfläche im Schlosspark Charlottenburg.Britta Pedersen/dpa

Kalte Temperaturen, dickes Eis auf den Berliner Seen und Flüssen. Trotzdem warnt die Feuerwehr davor, auf zugefrorene Flächen zu gehen. Die Gefahr, dass man einbricht, ist groß.

Auf vielen Seen und Teichen gibt es eine dicke Eisschicht

So musste die Berliner Feuerwehr vergangene Woche dreimal zur Eisrettung ausrücken. Für eine Person kam die Hilfe zu spät.

In diesen drei Fällen rückte die Feuerwehr an
  • Am Biesdorfer Baggersee wurde am 29. Januar eine Person leblos aufgefunden, sie war bereits gestorben.
  • Am Wannsee brach am 21. Januar ein Eissegler ein und wurde von den Einsatzkräften gerettet.
  • Am 26. Januar rettete die Feuerwehr zudem einen Vogel aus einem gefrorenen Gewässer.

Auf Seen und Teichen in Berlin hat sich eine zentimeterdicke Eisschicht gebildet. Viele freuen sich darüber und gehen auf den gefrorenen Flächen spazieren oder laufen Schlittschuh.

Eine allgemeine behördliche Freigabe, die Eisflächen zu betreten, wird es jedoch nicht geben. „Es gibt immer ein nicht einkalkulierbares Risiko, egal wie dick das Eis ist.“

Wasserschutzpolizei ist auf Streifenfahrt

Die Wasserschutzpolizei ist mit Spezialfahrzeugen an den Gewässern auf Streifenfahrt. Die sogenannten Eiswagen sind speziell für mögliche Rettungsaktionen ausgerüstet. Dazu gehört zum Beispiel ein Kälteschutzanzug, mit dem die Rettungsteams in das eiskalte Wasser gehen können. Außerdem messen die Einsatzkräfte regelmäßig die Eisdicke, wie ein Feuerwehrsprecher gegenüber dpa erklärt.