Sanierungsarbeiten

Drei U-Bahn-Linien am Nollendorfplatz bis Mai gesperrt

Zwischendecke an der U-Bahnstation muss monatelang saniert werden. Das müssen Fahrgäste jetzt wissen

Author - Stefan Doerr
Teilen
BVG-Chef Henrik Falk am U-Bahnhof Nollendorfplatz. Die Station wird monatelang saniert.
BVG-Chef Henrik Falk am U-Bahnhof Nollendorfplatz. Die Station wird monatelang saniert.Markus Wächter/Berliner Zeitung

Die Berliner Verkehrsbetriebe sperren einen der wichtigsten Knotenpunkte im U-Bahnnetz der Stadt – und das für Monate. Am Nollendorfplatz müssen Fahrgäste mit massiven Einschränkungen rechnen.

Nur die U2 bleibt weiter auf der Strecke

Ab Montag, 12. Januar 2026, stellt die BVG den Betrieb der U-Bahn-Linien U1, U3 und U4 am U-Bahnhof Nollendorfplatz ein. Grund ist die Sanierung einer maroden Zwischendecke zur unteren Bahnsteigebene, an der Züge der Linie U1 und U3 halten. Die Arbeiten sollen bis Mitte Mai 2026 dauern.

Betroffen ist damit der einzige U-Bahnhof Berlins, an dem sich vier U-Bahn-Linien kreuzen. Immerhin: Die U2 bleibt durchgehend in Betrieb und fährt tagsüber im Vier-Minuten-Takt. Für die gesperrten Strecken richtet die BVG einen umfangreichen Ersatzverkehr ein.

Die U-Bahnlinie 4 wird auf der gesamten Strecke gesperrt.
Die U-Bahnlinie 4 wird auf der gesamten Strecke gesperrt.Markus Lenhardt/dpa

So fahren die Ersatzbusse

Fahrgäste, die auf der Ost-West-Achse unterwegs sind, können von den Linien U1 und U3 am Wittenbergplatz und Gleisdreieck in die U2 umsteigen. Zusätzlich bieten die Linien U7 und U9 Ausweichmöglichkeiten. Zwischen Spichernstraße und Wittenbergplatz fahren Ersatzbusse. Die U4 wird vollständig gesperrt und durch Busse ersetzt.

Am Bahnhof selbst stehen aufwendige Bauarbeiten an. Rund 250 Quadratmeter Deckenfläche müssen erneuert werden.

Aufwendige Sanierungsarbeiten in Handarbeit

Laut BVG ist die Sanierung technisch anspruchsvoll: Enge Platzverhältnisse und hohe statische Anforderungen machen den Einsatz schwerer Technik unmöglich. Deshalb müssen Beton und andere Materialien wie auch Schutt größtenteils von Hand an- und abtransportiert werden. Das erklärt auch die lange Dauer der Sanierungsarbeiten.

BVG-Chef Henrik Falk verteidigt die Maßnahme: „An unser 120 Jahre altes System müssen wir immer wieder ran“, erklärt er. „Wir wollen die Einschränkungen so gering wie möglich halten und für gute Alternativen sorgen.“ Für den Autoverkehr gibt es kaum Auswirkungen. Die Kleiststraße vor dem Bahnhof wird auf einer Länge von rund 50 Metern auf eine Fahrspur eingeengt. Parkplätze sollen nur wenige wegfallen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com